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 Feuerchens Charas

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Feuerchen
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BeitragThema: Feuerchens Charas   Mo 29 Dez 2014 - 23:42

Fiddler | Bronze | Genie | Scharlach | Dicey





________________________________________________________________________________________






Fiddler Foreno


The simple fact was, that Oliver, instead of possessing too little feeling, possessed rather too much, and was in a fair way of being reduced to a state of brutal stupidity and sullenness for life, by the ill usage he had received.” – Charles Dickens



Nachname: Foreno
Vorname: Flaithrí
Rufname / Spitzname / Titel: Fiddler

Alter: 17
Geburtstag: 3. Oktober
Sternzeichen: Waage
Geschlecht: Männlich
Sexuelle Orientierung: Zu naiv, um sich jemals darüber Gedanken gemacht zu haben, dass sich Jemand für ihn interessieren könnte.

Geburtsort: Aura
Aufenthaltsort: Kein fester Wohnsitz, aber er halt sich hauptsächlich in Principa auf.
Beruf: Straßenmusiker
Familienstatus: Keine bekannten Familienmitglieder, in Armut geboren und aufgewachsen

Rasse: Mensch
Status: Gesegnet
Beschreibung des Segens: Es ist nicht nur überdurchschnittliches Talent zur Musik, das Fiddler von den Seelen aus einer scheinbar positiven Laune heraus in die Wiege gelegt wurde, sondern das noch viel sonderbarere Talent, die Emotionen derjenigen, die sich seine Musik mehr oder weniger freiwillig anhören dürfen, zu beeinflussen. Ausgesucht hat er sich damals die Geige, die er früh bis zur Perfektion beherrschte. Aber auch andere Instrumente sind ihm nicht fremd und können unheimlich schnell gemeistert werden. Nur am Singen scheitert er fatal. Seine Musik denkt er sich spontan aus. Er spielt einfach drauf los. Erklingen fröhliche töne, so beginnen auch die Menschen um ihn herum zu tanzen und zu lachen. Fährt er die melancholische Schiene, erinnert sich sein Publikum urplötzlich an all die Trauer und das Leid der Welt, ohne den Grund dafür zu kennen. Er könnte einen Streit zwischen den besten Freunden auslösen, wenn er nur den richtigen Ton findet, nutzt die dunklen Seiten seiner Fähigkeit aber nie. Alles, was er will, ist, die Menschen lachen zu sehen.
Waffe: Er würde sein Instrument niemals als eine Waffe bezeichnen, auch wenn sie durchaus eine sein könnte.





Aussehen



Aussehen: Fiddlers leicht gebräunter Hautteint rührt daher, dass er selten Mal ein Dach über dem Kopf hat, sich sogar glücklich schätzen kann, wenn er bei Regen mal einen knappen Unterschlupf für die Nacht findet. Den lieben langen Tag steht er unter freiem Himmel in den beleibtesten Ecken der Stadt und spielt seine Musik für ein paar Groschen.
Auf dem Kopf wütet ein kupferner Haarschopf, der sich beim besten Willen nicht bändigen lässt und mal wirr vom Kopf absteht, mal lästig im Gesicht hängt. Eine lederne Fliegerbrille ist der vergebliche Versuch, die Haare irgendwie in Zaum zu halten. Neben der hauptsächlich in Brauntönen gehaltenen Kleidung und den dazu passenden Haare, stechen die giftgrünen Augen dann als ein ganz besonderes Merkmal heraus. Hinzu kommt der fröhliche Glanz, die kindliche Neugier, die sich in den Smaragdgrünen Augen widerspiegelt.
Fiddler ist ein eher schmächtiger junger Mann, eigentlich zu dünn, weil ihm nicht mal das tägliche Brot sicher ist. Zudem ist er normalerweise kleiner als die meisten Jungs seines Alters, aber was ihm an körperlicher Masse fehlt, kann er eindeutig durch eine große, facettenreiche Persönlichkeit wett machen, die schon durch seine positive Ausstrahlung auffällt.
Ständiger Begleiter ist sein zahmes, rotbraunes Äffchen, Speckles. In den meisten Hinsichten wahrscheinlich seine bessere Hälfte. Speckles' strubbeliges Fell ähnelt Fiddlers Haaren sehr. Speckles ist aufgedreht und nur dann handzahm, wenn er es auch wirklich möchte. Er scheut sich jedoch nicht vor menschlichem Kontakt. Er ist aufdringlich und steckt seine Pfoten ganz gerne mal in fremde Taschen, ganz zum Leid des moralischen Denkens Fiddlers. Ohne Speckles würde ihm jedoch etwas fehlen. Keine Familie und kein festes Dach über dem Kopf zu haben, teilen sich die Beiden schließlich.

Haarfarbe: Kupferfarben
Augenfarbe: Grün
Größe: 1,74





Charakteristik



Charakter: Fiddler ist ein wirklich angenehmer Geselle und eine Bereicherung im Leben eines jeden, der die Möglichkeit bekommt, nur wenige Worte mit ihm zu wechseln. Obwohl es seinerseits selten bei nur wenig Worten bleibt, denn Fiddler verliert sich mal eben ganz schnell in seinen verrückten Geschichten und gelegentlichen Tagträumen. Erzählt man ihm davon, wie gefährlich Affenbisse sein können, dann kennt er sicher jemanden, der einen kennt, der einen kennt, dessen Oma einen kennt, dessen Cousin mal von einem Affen gebissen wurde und das ganze leider nicht überlebt hat. Und er wird diese Geschichte zu Ende führen, ob man ihm zuhört oder nicht. Meistens driftet er ja selbst völlig ab und weiß nicht mehr, worüber er überhaupt gesprochen hat. Seine Aufmerksamkeitsspanne ist nun einmal sehr kur- oh, schau mal, ein Eichhörnchen!
Er redet viel mit sich selbst, weil er die Stille nicht leiden kann, ist deshalb auch oft der Erste, der ein Gespräch beginnt und derjenige, der dann am Ende das letzte Wort hat. Er steht jeder Person neutral gegenüber, hat keine Vorurteile, kann aber durchaus voreilige Schlüsse aus dem Verhalten Anderer ziehen und sie dann in eine Schublade packen, aus der sie so schnell nicht wieder herauskommen. Weil er schneller redet, als denken kann, entweichen ihm auch oft versehentlich verletzende Worte von den Lippen und er lässt eigentlich kein Fettnäpfchen aus. Dabei versucht er immer so höflich wie möglich zu sein, ist aber einfach zu ungeschickt dafür. Er will doch niemandem etwas Böses, ordnet sich normalerweise eher unter, bevor er einen Streit beginnt. Einen Kampf würde er ja doch nicht gewinnen.

Stärken: Fiddlers wohl größte Stärke ist sein Talent für das Musikspiel. Nebenbei ist er aber auch recht flink und in Theorie auch relative geschickt. Er kann Hauswände hochklettern und ist akrobatisch recht gut veranlagt. Sein völlig reines Gewissen und sein unbeflecktes Weltbild sind ihm auch von Vorteil, wenn es darum geht, Kontakte zu knüpfen.
Schwächen: Fiddler ist sehr naiv und es ist nun wirklich nicht schwer, ihn über’s Ohr zu hauen. Er kann tatsächlich zu moralisch handeln, ist so bemüht, Gutes zu tun, dass er das Böse dabei einfach an sich vorbeispazieren lässt. Außerdem ist er körperlich sehr schwach und würde keinem Kampf standhalten können.





Hintergrund


Vergangenheit: Fiddlers Eltern hatten ihn im Prinzip schon verstoßen, bevor er überhaupt auf der Welt gewesen war. Oder es zumindest geplant. Nur aus reinem Glück ist er überhaupt noch am Leben. Glück, dass ihm auch seinen Segen verschafft hat. Weshalb genau, weiß niemand. Dass er überhaupt gesegnet ist, hatten seine Eltern damals nicht gewusst. Hätten es erst gar nicht für möglich gehalten.
Man schob ihn also in die Babyklappe ab, wo er von fürsorglichen Pflegern gefunden wurde und wuchs so trotz Allem eigentlich mit dem Gefühl auf, geliebt zu werden, auch ohne weder Namen, noch Herkunft seiner Eltern zu kennen. Er hakte nie nach, wollte die Umstände, die dazu führten, dass man ihn nicht behalten hatte, wahrscheinlich erst gar nicht erfahren.
Seine Liebe zu Musik unterschied ihn schnell von den anderen Kindern. Er blieb bei jedem Straßenmusiker stehen, starrte sie solange an, bis er selbst ein paar Töne auf dem entsprechenden Instrument spielen durfte. Zum zehnten Geburtstag bekam er schließlich seine eigene Violine. Ein altes, gebrauchtes Modell, für das die Pfleger in seinem Heim lange gespart hatten. Erst, als sich die ersten Ansätze seines Talentes für das Musikinstrument zeigten, bemerkte man auch die Veränderungen in seiner Umgebung, wann immer er spielte. Ihn interessierten das jedoch wenig. Denn er wollte nur Musik machen. Dass er die Menschen damit tatsächlich – wenn auch unfreiwillig - so tief berühren konnte, war nur noch ein schöner Nebeneffekt. Seit jeher gab man ihm auch den Spitznamen Fiddler. Heute ist er eigentlich nur noch unter diesem Namen bekannt. Größtenteils auch, weil er selbst seinen vollständigen Vornamen weder aussprechen, noch schreiben kann.
Denn eine ordentliche Schulausbildung konnte man ihm trotz allem nie gewähren. Das Kinderheim war zu klein, zu arm. Ihnen stand die Liebe zu den Kindern im Vordergrund. Mit 16 Jahren mussten sie ihre Schützlinge deshalb auch gehen lassen. Ohne Ausbildung und gesicherte Zukunft wusste Fiddler wie so viele ehemalige Bewohner des Kinderheimes nicht, wohin mit sich.
Er war nur in einer Sache gut und das schien keine Karriereoption für ihn zu sein, weil er nicht die entsprechende offizielle Ausbildung hatte. Schließlich hatte er sich alles selbst beigebracht. Die Musik floss ihm einfach durch das Blut.
Deswegen landete er auf der Straße und kann sich bis heute gerade so mit der Straßenmusik über Wasser halten. Zumindest dann, wenn er auf einen festen Wohnsitz verzichtet. Dieser Umstand ist ihm jedoch nicht unangenehm und hält ihn ganz sicher nicht davon ab, neue Bekanntschaften zu machen.





Zuletzt von Feuerchen am Di 14 Jun 2016 - 20:16 bearbeitet; insgesamt 18-mal bearbeitet
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Feuerchen
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BeitragThema: Marcelin "Bronze" Pontmercy   Fr 9 Jan 2015 - 12:19


Marcelin "Bronze" Pontmercy


[He] was a charming young man, who was capable of being terrible. He was angelically beautiful. He was Antinous wild. You would have said, to see the thoughtful reflection of his eye, that he had already, in some preceding existence, passed through the revolutionary apocalypse.” – Victor Hugo (Les Miserables)



Nachname: Pontmercy
Vorname: Marcelin
Rufname / Spitzname / Titel: Bronze

Alter: 24
Geburtstag: 6. August
Sternzeichen: Löwe
Geschlecht: Männlich
Sexuelle Orientierung: Gaaaaaaay (und demisexuell)

Geburtsort: Aura
Aufenthaltsort: Wo immer ihn sein Luftschiff hintreibt
Beruf: Pirat, aye
Familienstatus: Keine Eltern, eine (noch) lebende Schwester

Rasse: Mensch
Status: Normal
Waffe: Bronze ist selbstverständlich geübt mit dem Schwert/Säbel, aber auch im Kampf mit Händen und Füßen erweist er sich nicht als hilflos.  



Here is a thing about equality:
Everyone's equal when they're dead
Take your place
Take your chance

Aussehen


Aussehen: Soon~

Haarfarbe: Bronze
Augenfarbe: gold
Größe: 1,94





Charakteristik


Charakter: Nichts auf der Welt verabscheut Bronze mehr als die Protzigkeit und Hochmütigkeit des Adels in Secratia. Denn all das kommt bekanntlich vor dem Fall. Einen Fall, den er selbst auslösen wird. Seine Ansichten sind oft extrem, lassen kaum Platz für rationale Gegenargumente. Seine Grundsätze sind absolut, unveränderlich. Ein mal die Hässlichkeit und Dunkelheit der wirklichen Welt kennengelernt, stand sein Entschluss fest, sie zu ändern. Alles, was dem größeren Ganzen dient, muss ohne Umwege verfolgt werden. Ein einzelnes Leben zählt nicht, wenn es darum geht, weitere hundert Leben zu retten.
Dabei gibt er sich selbst mit einem unheimlichen Selbstbewusstsein, das mit dem des Hochadels durchaus konkurrieren kann. Alleine sein Gang, große Schritte, gerade Schulter, durchgestreckter Rücken, erhobenes Kinn, spricht von Autorität und Führungsqualität. Dazu passende Gesten und Mimik fließen so natürlich durch sein Blut, dass sie niemals übertrieben oder affektiert wirken. Der geborene Anführer.
Bronze hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Die Schwachen und Wehrlosen am Boden der Gesellschaft, aber auch die Menschen, die ihn tagtäglich umgeben. Die Mannschaft, ohne die ein Kapitän machtlos wäre. Wichtiger noch als das Schiff selber. Er schätzt seine Frauen und Männer auf dem Schiff sehr. Auch wenn meist harsche, scharfe Worte seine Lippen tatsächlich verlassen, sind es kleine Gesten und Bedeutungen zwischen den Zeilen, die seine Liebe ganz heimlich beweisen. Denn im Großen und Ganzen ist er Jemand, dem man gerne folgt. Man spürt, dass etwas dahinter steckt. Dass er die Welt verändern kann.
Er sympathisiert mit den Verfluchten und verabscheut die Gesegneten, die ihren Segen nicht für das Gute einsetzen. Obwohl – oder vielleicht gerade WEIL – er selbst weder verflucht, noch gesegnet ist und sich auch weder das Eine, noch das Andere wünscht. Er weiß, dass die Welt ein weitaus besserer Ort sein könnte, gäbe es die Seelen und ihre Oft harschen Urteile nicht.    

Stärken: Entschlossenheit und herausragende Führungsqualitäten haben ihn weit gebracht in seinem Dasein als Pirat. Er kann außerdem äußerst Charmant sein, wenn er denn will, und die Menschen mit den richtigen Worten schnell in seinen Bann ziehen.
Schwächen: Harsche und rasche Urteile halten ihn manchmal zurück. Er tendiert dazu, zu stark and seinen Idealen festzuhalten und ist deshalb selten offen für neue, vielleicht sogar bessere Wege. Da er sich selbst gerne auf ein Podest stellt, wirkt er oft unnahbar. Außerdem kann Bronze nicht schwimmen. Was als Luftpirat akzeptabel ist. Er kann schließlich auch nicht Fliegen. Aber sein Schiff kann sich sowohl zu Wasser, als zu Land fortbewegen. Letzteres tut es einfach nur seltener.





Hintergrund


Vergangenheit: Ein Kind des Mittelstandes aus der Arbeiterschicht sollte Bronze den Start in ein stinknormales Leben ermöglichen. Sein Vater ging tagtäglich zur Arbeit in einer Fabrik in Aura, während seine Mutter mit ihren beiden, gemeinsamen Kindern Zuhause blieb und sie liebevoll großzog. Bronze und seine 3 Jahre ältere Schwester genossen eine gewöhnliche Schulausbildung. Dass es zwischen ihren Eltern langsam zu kriseln anfing, bekamen die beiden Kinder überhaupt nicht mit. Eltern stritten sich manchmal. Das war normal, oder?
Dann kam ihr Vater immer seltener nach Hause. Er blieb oft über Nacht weg. Was die Kinder, als viel und harte Arbeit betrachteten, war für die Nachbarn der perfekten Vorzeigefamilie bald ein eindeutiger Fall. Auch Bronzes Mutter wusste, dass man(n) sie betrog. Als der Streit schlussendlich explodierte, war die Affäre schon seit Jahren am Laufen und Bronzes Mutter tief verletzt und am Boden. Sie wollte die Kinder nehmen und gehen, war finanziell aber zu abhängig von ihrem Mann. Was sollte eine ungelernte Hausfrau mit zwei kleinen Kindern schon in Aura anfangen? Bronze und seine Schwester waren damals 6 und 9 Jahre alt.
Witwe zu sein war einfacher als verlassen zu werden. An die mögliche Rache der Seelen dachte sie damals nicht, als sie das Gift in das Abendessen ihres Mannes mischte. Doch nur Wochen nach dem Tod Bronzes Vaters, wurde auch seine Mutter schwer krank und starb kurz darauf. Dass sich dieser Fluch auf die gesamte Familie gelegt hatte, wusste man damals noch nicht.
Bronze und seine Schwester kamen bei einem entfernten Onkel in Lumeena unter. Ihr Onkel war Kapitän eines Frachtschiffes und absolut kein Kind von Traurigkeit. Er verdiente sich ein paar Coppers extra dazu, indem er illegale Waren schmuggelte. So durfte Bronze zum ersten Mal ein Schiff betreten. Insgesamt hatten Bronze und seine Schwester kein schlechtes Verhältnis zu ihrem Onkel. Er behandelte sie gut, ohne sie mit Samthandschuhen anzufassen, nur, weil ihre Eltern gestorben waren.
Mit 12 Jahren erkrankte seine Schwester mit den augenscheinlich selben Symptomen wie seine Mutter damals. Sie fingen schwächer an. Aber mit den Jahren verwandelte sich der Husten zu Bluthusten, das dauerhafte flaue Gefühl im Magen zu Magenkrämpfen. Mit 18 Jahren verwandelte sich ihre Schläfrigkeit in ein Koma, aus dem sie bis heute nicht erwacht ist. Mittlerweile weiß man, dass es der Fluch ist, der auf die Familie gelegt worden ist. Alle Frauen der nachfolgenden Generationen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben schwer erkranken und an den Folgen sterben. Eine Frau wird schon dann als Mitglied der Familie zählen, wenn sie in die Familie einheiratet. Da die Krankheit nicht immer zur selben Zeit zuschlägt, ist es durchaus möglich, ein Kind zu gebären, das dann als Frau ebenso sterben wird, aber als Mann überleben darf und den Erhalt der Familie garantiert.
Bronze stand seine Schwester immer sehr nahe und ihre Erkrankung erschütterte ihn sehr. Mehr noch als der Tod seiner Eltern. Er begann, die Seelen und all die Mythen, die sie umgaben zu studieren und entwickelte einen Hass auf ihre Wahllosigkeit. Was hatte seine Schwester jemals getan, dass sie zum Tode verdammt wurde?
Sein Onkel nahm ihn unterdessen immer öfter mit auf seine Reisen und mit 16 Jahren kannte Bronze sich bereits gut mit dem Schiff aus und begeisterte sich immer mehr für diese Arbeit. Mit 18 Jahren bekam er sein eigenes Schiff. Ein kleines, zunächst. Das wirklich große Schiff kam erst mit seinem Aufstieg zum Piratenkapitän, der sich hier in allen Einzelheiten nicht beschreiben lässt. Er schaffte es, sich ein Netzwerk aus Informanten und Helfern aufzubauen, das ihm Raubzüge auf die Adelsfamilien vereinfachte und ihn zu Erfolgen und Reichtum führte. Es gab genügend Leute, die seine Ansichten teilten und ihm alleine deshalb folgen wollten. Und genug andere Leute, die schon als Kind davon geträumt hatten, Pirat zu werden und deshalb zu ihm herauf sahen.
Sein Schiff nennt sich Clockwork Heart und ist immer unterwegs. Bei seinem Onkel ist er mittlerweile längst nicht mehr. Sein Zuhause ist das Schiff. Seit er also auch gleichzeitig nicht mehr ständig bei seiner Schwester sein kann, hat er sich sein linkes Auge durch ein mechanisches Auge ersetzen lassen, um so immer über ihren Zustand Bescheid zu wissen, während er es sich zum Ziel gemacht hat, ihren Fluch irgendwie aufzulösen. Koste es, was es wolle.  





Zuletzt von Feuerchen am Mo 24 Aug 2015 - 21:46 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Catalina "Genie" Ventimiglia   Mo 6 Apr 2015 - 23:36


Genie


Things are sweeter when they're lost. I know - because once I wanted something and got it. It was the only thing I ever wanted badly, Dot, and when I got it it turned to dust in my hand.” – F. Scott Fitzgerald (The Beautiful And The Damned)



Nachname: Ventimiglia
Vorname: Catalina
Rufname / Spitzname / Titel: Genie

Alter: 20
Geburtstag: 9. April
Sternzeichen: Widder
Geschlecht: Weiblich
Sexuelle Orientierung: Bisexuell

Geburtsort: Lumeena
Aufenthaltsort: Lumeena
Beruf: arbeitet im Souvenirshop mit zwielichtigem Hinterzimmer
Familienstatus: Kommt aus noblem Elternhaus, beide Eltern sind noch am Leben, hat fünf ältere Brüder

Rasse: Mensch
Status: “Verflucht”
Beschreibung des Fluches: Genie kann Wünsche erfüllen. Ein Fluch ist es deshalb, weil sie die Fähigkeit kaum kontrollieren kann. Wird ein Wunsch auf die richtige Art und Weise in ihrer Nähe ausgesprochen, wird er automatisch erfüllt. Mit der Zeit hat sie jedoch gelernt, die Erfüllung des Wunsches in eine bestimmte Richtung zu lenken. So kann sie die Wünsche auf entweder die richtige, bestmöglichste Art und Weise erfüllen, oder aber auf eine direktere, vielleicht ZU wörtliche Art und Weise. Letzteres macht ihr für gewöhnlich mehr Spaß. Schließlich kann sie keinen anderen Nutzen aus ihrer Fähigkeit ziehen – sonst wäre es ja kein Fluch. Eigene Wünsche kann sie sich nämlich nicht erfüllen. Und überhaupt tut sie gut daran, mit ihrem Fluch nicht hausieren zu gehen. Es gibt Menschen, die einen hohen Preis für die Erfüllung ihrer Wünsche zahlen würden…
Einschränkung gibt es zudem durchaus. Sie kann beispielsweise keine Gefühle beeinflussen und keine Menschen ohne weiteres sterben lassen (nur unter gewissen Bedingungen, aber nicht als direkter Wunsch). Außerdem steht ihr Fluch selbstverständlich nicht über anderen Flüchen oder Segen. Sie hat keine Gewalt darüber, Jemanden in seinen Fähigkeiten einzuschränken oder diese zu erweitern.
Waffe: Keine spezielle  



"And I fortunately know a little magic
It's a talent that I always have possessed
And dear lady, please don't laugh
I use it on behalf
Of the miserable, the lonely, and depressed (pathetic)"


Aussehen


Aussehen: Genies Haare schimmern in einem tiefen Rot und reichen ihr mit Leichtigkeit bis zu der Hüfte. Meist sind sie zu einem hohen Zopf gebunden, damit sie ihr nicht zu arg im Weg hängen. Ihre Augen sind von einem wässrigen Blaugrau und haben alleine durch diese kühle, ausdruckslose Färbung nie etwas Vertrauenswürdiges an sich. Magisch scheinen sie trotzdem zu sein, ziehen sie die Blicke doch im Kontrast zu den roten Haaren schnell auf sich. Ihre Haut ist trotz ihres ganzen Lebens in Lumeena eher blass. Mit ihrem eigenwilligen Kleidungsstil macht sie sich einen Scherz aus ihrem Fluch, auf die selbe Art und Weise wie es ihr Spitzname tut. Obwohl sie für Letzteres nicht verantwortlich ist.
Die dauerhaft angenehme Wetterlage in Lumeena erlaubt ihr ein eher freizügiges Outfit. Sie trägt eng geschnittene, mit klimpernden Schellen und Glöckchen verzierte, bauchfreie Oberteile in den verschiedensten Farbtönen. Die Arme stecken in durchsichtigen, weiten Ärmeln. Ihre Hosen sind weit und oft leicht durchsichtig. Um die Hüfte trägt sie ebenfalls klimpernden Schmuck. Auch an Hals-, Fuß- und Armschmuck spart sie nicht. Damit man sie auch schon von Weitem kommen hört. Dabei ist ihre Anwesenheit nicht in allen Kreisen gerne gesehen. Fähigkeit hin oder her.

Haarfarbe: Rot
Augenfarbe: Blaugrau
Größe: 1,64

"Poor unfortunate souls
In pain, in need
This one longing to be thinner
That one wants to get the girl
And do I help them?
Yes, indeed"




Charakteristik


Charakter: Die scheinbar größte Freude sucht und findet Genie im Leid anderer. Und das schon lange bevor man sie verflucht hatte. Aus dem kleinen Mädchen, das ein ganzes Haus zusammenschreien konnte, wenn es nicht nach ihrem Willen ging, wurde ein Mädchen, dessen wahre Gestalt stets hinter einem hübschen Gesicht versteckt ist. Menschen hält sie grundsätzlich von sich fern. So gerne sie auch Gesellschaft hat und deren Leben durch falsch formulierte Wünsche zerstört, so gefährlich kann es auch sein, sollte Jemand von ihrem Fluch spitz kriegen und versuchen, diesen auszunutzen.
Sie tut immer so, als wüsste sie, was sie tue. Die Tatsache, dass sie ihre Fähigkeit nicht zu ihrem eigenen Schutz nutzen kann, macht sie im Grunde genommen jedoch furchtbar hilflos. Trotz Allem ist sie sich bewusst, dass ihr Fluch auch weitaus schlimmer hätte ausfallen können und sie sich durchaus glücklich schätzen kann. Ihren Willen erschleicht sie sich längst nicht mehr durch ungezügeltes Schreien, sondern viel mehr durch Verstand, Charme und ihren Körper. Dabei sind ihre Wünsche längst bescheiden geworden und mit Geld nicht mehr zu bezahlen. Früher wollte sie schneeweiße Einhörner und einen glitzernden Pegasus haben. Heute gibt sie sich damit zufrieden, sich anderweitig amüsieren zu können. Gesellschaft sucht sie sich nie für lang. Zu groß ist die Gefahr, dass man von ihrem Talent erfährt. Sie möchte nicht, dass irgendjemand nur deshalb bleibt. Sie möchte auch nicht in Ketten gelegt werden und ausgenutzt werden. Sie hat ihren eigenen Kopf und einen festen Willen. Und wenn sie diesen nicht bekommt, wird sie auch immer noch ungemütlich. Nur kann ihr das leider nicht das Leben retten und sie besitzt genug Intelligenz, um auch das zu wissen.

Stärken: Tiddies. Willenskraft, stark genug, um ihren Fluch zumindest leicht zu beeinflussen. Sie weiß genau, was sie will und ist ehrgeizig genug, nicht aufzugeben bis sie genau das bekommen hat. Sie kann durchaus erfolgreich manipulativ sein, wenn ihr eine Sache wichtig genug ist.  
Schwächen: Körperlich nicht besonders stark und keine Übung in jeglichen Formen von Kampftechniken. Ihr Fluch macht ihr Angst und sie hat ständig das Gefühl, auf der Flucht sein zu müssen.



"Now it's happened once or twice
Someone couldn't pay the price
And I'm afraid I had to rake 'em 'cross the coals
Yes I've had the odd complaint
But on the whole I've been a saint
To those poor unfortunate souls"


Hintergrund


Vergangenheit: Genie war als kleiner Nachzügler nicht nur das Nesthäkchen der Familie, sondern hatte auch als einziges Mädchen unter fünf Brüdern eine Sonderstellung bei ihren Eltern. Eltern, die sich als Hochadel und Besitzer der meisten Hotels in Lumeena sowieso nie Sorgen um Geld machen mussten. Und obwohl sie nicht nur ihrer Jüngsten quasi die Wünsche von den Lippen ablasen, ohne sich dabei bewusst zu werden, dass sie drauf und dran waren, eine kleine Rotzgöre zu erziehen, wollte Genie immer mehr. Sie hielt vor Allem ihre Bediensteten auf trab – ihre Eltern hatten schließlich nie genug Zeit – schrie das gesamte Personal zusammen, wenn etwas nicht nach ihrem Willen ging oder ließ sie feuern, wenn das ganze mehrfach vorkam. So verbrachte sie die ersten 13 Jahre ihres Lebens. Die Pubertät versprach nicht, besser zu werden. Sie würde nur noch mehr Macht im Haus haben.
Was genau geschah, weiß niemand. Man munkelt, sie habe ein Hausmädchen feuern lassen, welches daraufhin so ganz ohne Job und mit Fluch auf den Schultern lastend auf der Straße verhungern musste. Eben dieses Hausmädchen soll es gewesen sein, die als Seele zurückkehrte, um sich an dem verzogenen Mädchen zu rächen.
Lange blieb Genies Fluch unbemerkt. Seltsame Dinge passierten in ihrer Umgebung. Dinge verschwanden oder tauchten auf dem nichts auf. Den Zusammenhang zwischen bestimmten ausgesprochenen Worten und eben diesen Dingen, fiel erst auf, als Genie 16 war. Das Alter, in dem sie auch ihren Spitznamen bekam. Besorgt brachte man sie zu dem zwielichtigen Souvenirshop, in dem Genie noch heute aushilft. Geleitet von einer alten Hexe, die dem Mädchen die sanfte Kontrolle über bestimmte Aspekte ihres Fluches beibrachte.  





Zuletzt von Feuerchen am Mo 24 Aug 2015 - 21:46 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Nikolay "Scharlach" Stroganov   Mo 6 Jul 2015 - 17:24


Nikolay ”Scharlach” Stroganov


“Why aren't crazy people content to take over, like, one town? It always has to be the whole world. They can't just control maybe twenty people. They have to control everyone. They can't just be stinking rich. They can't just do genetic experiments on a couple unlucky few. They have to put something in the water. In the air. To get everyone.” - (Angel - James Patterson)



Nachname: Stroganov
Vorname: Nikolay
Rufname / Spitzname / Titel: Masern Windpocken Keuchhusten Scharlach

Alter (tatsächlich): 9
Alter (seines Körpers): ca. 21
Geburtstag: 30. August
Sternzeichen: Jungfrau
Geschlecht: Männlich
Sexuelle Orientierung: Er ist 9 Jahre alt

Geburtsort: Aspera
Aufenthaltsort: Aura
Beruf: Thronfolger seiner Eltern. Das Recht dazu steht ihm erst mit dem vollendeten 18. Lebensjahr zu. Die Tatsache, dass er bereits so aussieht, als sei er über 18, ändert an dem Gesetz nichts.
Familienstatus: Hochadel, keine Geschwister, Eltern beide jung verstorben. Er wuchs unter der Obhut seiner Bediensteten auf.

Rasse: Mensch
Status: Gesegnet
Beschreibung des Segens: Scharlach ist nicht nur mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz (für sein tatsächliches Alter, sowie für sein Erscheinungsalter) gesegnet, sondern mit einer generellen Reife, die sich nicht nur mental, sondern ebenfalls körperlich bemerkbar macht. Zwar war Scharlach zu keiner Zeit seines Lebens tatsächlich größer als andere Kinder in seinem Alter, jedoch entwickelte sich sein Körper schneller als die der Anderen. Zusammen mit der ungewöhnlichen Reife, die er schon früh für sein Alter zeigte, ließ sich schnell ein Segen dahinter vermuten.
Waffe: Keine  



Aussehen




Aussehen: Dunkelblaues Haar wirr, aber immer strickt in Richtung des Gesichtes gekämmt verdeckt nur mit den Spitzen die roten Augen, die im starken Kontrast zu der auffälligen Haarfarbe stehen. An der Seite nicht länger als das Kinn und hinten nicht einmal den Nacken erreichend. Grob verdeckt wird sein rechtes Auge jedoch von einem schimmernden rotgoldenen Monokel, das er ständig trägt. Eher ein Accessoire, als eine tatsächliche Sehhilfe. Die Form dieses Monokels erinnert grob an eine Blume, von der ein paar rote Perlen abgehen, an dessen Ende schließlich die dazugehörige Kette hängt. Auf den blauen Haaren befindet sich gut platziert ein schwarzer Zylinder, dekoriert mit einem roten Band und einer muschelartigen Verzierung, von der eine rote Feder abgeht.
Ein sehr dunkles graublaues Rüschenhemd ist bis oben zugeknöpft und bedeckt somit fast den gesamten Hals. Direkt unter dem strengen Kragen beginnen die Rüschen, die sich bis unter die Brust ziehen und die selbe Farbe des Hemdes teilen. Darunter ist auch der Rest des Hemdes streng bis nach unten zugeknöpft. Außerdem werden unter den Rüschen die feinen schwarzen Streifen auf dem Hemd sichtbar. Darüber legt sich ein langer roter Mantel, mit goldenen Verzierungselementen, der an die Tracht eines Kapitäns erinnert. Insgesamt ist der Mantel knielang mit einem leicht hochgestellten Kragen. Der Rand des Mantels und auch die Umrisse der zwei großen Taschen jeweils links und rechts sind mit einer goldenen Linie verziert. Auch die Schlitze für die goldenen Knöpfe sind golden umrandet. Die Schultern sind leicht ausgestopft und wirken daher unter dem Mantel etwas breiter als sie sind. Golden sind außerdem die sehr breiten Manschetten am Ende der Ärmel. Eine rotbraune Hose wird jedoch wieder von den Kniehohen Stiefeln abgeschnitten, die spitz zulaufen und großflächig in braun, rot und Türkis eingefärbt sind.

Haarfarbe: Blau
Augenfarbe: Rot
Größe: 1,73



Charakteristik


Charakter:
Genie hin oder her, bleibt Scharlach trotz Allem eines: Ein Kind. Ein manisch hoher Intelligenzquotient macht nämlich auch die vielen Jahre Lebenserfahrung, die ihn von anderen Menschen seines körperlichen Alters trennen, nicht wett. Und Kinder sind bekanntlich grausam, brutal und ehrlich. Kinder finden es irre lustig, wenn sich Jemand wehtut und wissen selbst nicht, warum. Kinder sind seltsam fasziniert und beeindruckt von großen Maschinen, auch wenn sie für Andere den sicheren Tod bringen. Kinder denken, sie kennen die Wahrheit und sprechen sie strategisch platziert genau dann aus, wenn sie damit den größten Schaden anrichten können. Und eben diese Mischung aus kindlicher Naivität und erwachsener Intelligenz, ist der gefährliche Cocktail, den Scharlachs Segen angerührt hat.
Scharlach findet das Schmerz und Leid Anderer erst dann wirklich lustig, wenn Blut fließt. Scharlach ist besonders von Soldaten, Krieg und Allem, was dazu gehört, beeindruckt und verbringt Stunden damit, Strategien entwickeln und auszutesten, verpflichtet seine Angestellten zu gemeinsamen Schachspielen und lässt sie regungslos vor seinen Augen köpfen, wenn sie das Spiel gewinnen. Scharlach kennt nur die Wahrheiten seiner eigenen Realität. Eine Realität, in der er ganz alleine die Regeln kreiert.

Stärken: Überdurchschnittliche Intelligenz, in bestimmten Situationen umgibt ihn auch heute noch ein seltsam kindlicher Charme, der sich für die Meisten aufgrund seines optischen Alters nicht so recht einschätzen lässt. Er ist außerdem ein verdammt guter Stratege und hat sein Netzwerk aus Männern und Frauen, die nur auf sein Kommando warten, überall verteilt.
Schwächen: Funktioniert nicht ohne seinen Teddybären, braucht feste Rituale und Abläufe wie ein Kind, Angst vor Gewitter und Dunkelheit, fehlende emotionale Intelligenz



Hintergrund


Vergangenheit:
Bevor man Scharlach seinen Segen zugesprochen hatte, war er nur der kleine Junge, der ein bisschen zu viel über ein bestimmtes Fachgebiet wusste. Dass sich dieses Fachgebiet über weit mehr als nur das rezitieren von viel zu komplizierten wissenschaftlichen Tier- und Monsternamen erstreckte, fiel dabei längst nicht auf. Emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz blieben dabei irgendwann auch irgendwo auf der Strecke liegen.
Scharlach tat sich schon immer schwer damit, neue Kontakte unter Gleichaltrigen zu knöpfen. Was vielleicht auch an dem Mangel an Gleichaltrigen in seiner unmittelbaren Umgebung gelegen haben mochte. Die meiste Zeit verbrachte er mit Angestellten, Bediensteten, ehemaligen Beratern seiner Eltern und älteren Verwandten, die zu Besuch kamen, um nach dem Rechten zu sehen. Immerhin würde ihm irgendwann der Thron gehören. Er lernte schnell, die Gestik und den Wortschatz der Erwachsenen um sich herum zu mimen, um sich ihnen anzupassen und den Respekt zu erhalten, den er seiner Meinung nach verdient hat.
Zwar früh verstorben, hatten seine Eltern dennoch klare Richtlinien hinterlassen, wie man ihren einzigen Sohn zu erziehen hatte. Unter Anderem sollte man ihn Zuhause unterrichten. Ein Versuch, der früh scheiterte, nachdem er den Wissensstand seiner schnell wechselnden Lehrer immer und immer wieder überholt hatte. Irgendwann stattete man ihn lediglich mit Büchern aus und ließ ihn den Rest übernehmen. Besonderen Gefallen fand er schließlich auch an Kriegs- und Strategiespielen und beschäftigte seine Bediensteten stundenlang damit, gegen ihn anzutreten.
Dass sich auch sein Körper parallel zu seiner Intelligenz entwickelte, fiel früh genug auf, sodass man sich auf die seltsame Entwicklung des kleinen Königssohnes anpassen konnte. Öffentliche Auftritte sind aus eben diesem Grund rar und überhaupt war es ihm lange nicht gestattet, das Anwesen zu verlassen. Er musste auf seine Fantasie zurückgreifen, wenn er sich die Zeit vertrieb. Eine Fantasie, in der er die Krone übernehmen würde und ihm ganz Secratia alleine gehörte. Eine Fantasie, in der seine Untergebenen nicht nur eine Armee von Kuscheltieren war, sondern echte Soldaten, die ihm an den Lippen hingen, wie Niemand anderes es je getan hatte. Eine Fantasie, in der sein Name nicht mehr Nikolay, sondern Scharlach war.
Neben Brettspielen und Stofftieren aller Art, verbindet Scharlach eine ganz besondere Beziehung zu einem kleinen, braunen Teddybären namens Mr. Brummbär, dessen einziges offensichtliches Talent darin besteht, zu brummen, wenn man ihn leicht nach vorne kippt. Scharlach spricht jedoch zu ihm, als wäre er genauso am Leben wie alle Anderen in seinem Schloss und der Teddy scheint ihm auf einer stummen Sprache zu antworten, die nur er versteht.




Zuletzt von Feuerchen am Di 1 Sep 2015 - 21:46 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Feuerchens Charas   Do 27 Aug 2015 - 1:17


Dicey Donatien Poncelet


“I regularly comment on my desire to exploit my admirers or to kill babies and cute animals, and I don’t even need to laugh or smile for people to think I am joking”– M. E. Thomas




Nachname: Poncelet
Vorname(n): Dicey Donatien
Rufname / Spitzname / Titel: Dicey

Alter: 23
Geburtstag: 15. Mai
Sternzeichen: Stier
Geschlecht: männlich
Sexuelle Orientierung: Wüsstest du gerne, was

Geburtsort: Cacuma
Aufenthaltsort: Cacuma
Beruf: Mediziner, beschäftigt sich hauptsächlich mit den Todesursachen der bereits Verstorbenen
Familienstatus: Mittelschicht, seine Familie verdient sich jedoch neben der Arbeit durch andere, kleinere Machenschaften ein bisschen Geld dazu, beide Eltern noch am Leben, viele Onkel und Tanten, eine kleine Schwester

Rasse: Mensch
Status: Verflucht
Beschreibung des Fluches: Ist seelisch, sowie körperlich an einen anderen Menschen (San) gebunden, kann sich nur maximal 50 Meter von ihm entfernen. Sie teilen sich außerdem intensive Gefühle, wie beispielsweise Schmerz. Wird der eine verletzt, so verspürt der Andere den Schmerz an der exakt selben Stelle mit der selben Intensität. Der Tod des einen hat auch den Tod des Anderen zur Folge.
Ursache für den Fluch ist eine seit Generationen herrschende Rivalität zwischen Diceys Familie und Sans Familie, dessen genaue Ursache mit den Jahren längst untergegangen ist. Sicher ist nur der tiefe Hass, der in beiden Familien füreinander verankert ist. Ein Vorfahre hatte als Seele schließlich genug davon und verfluchte die beiden Sprösslinge der Familien, als diese 14 Jahre alt waren.
Waffe: Keine


Aussehen


Aussehen: Dicey ist optisch nicht immer unbedingt das, was man als warm und herzlich bezeichnen würde. Mit dem einen eisblauen Auge und den hellgrauen Haaren ist er ein doch eher kühler Mensch. Er hat sehr feine und spitze, durchaus feminine Gesichtszüge, die ihn etwas jünger aussehen lassen, als er tatsächlich ist. Er trägt so gut wie immer ein ausgesprochen sanftes Lächeln auf den Lippen, egal, ob es zur gegebenen Situation passt oder nicht. Seine Stimme ist honigweich und er spricht meist in einem eher gedämpften Ton, könnte dadurch beinahe Schüchtern wirken, wären es nicht meistens sehr scharfe Worte, die seine Lippen verlassen. Generell strahlt er eine seltsame Ruhe und jahrealte Weisheit aus.
Dicey ist von eher durchschnittlicher Größe, aber sein Körper ist schlank und schmal. Wie viel Kraft jedoch tatsächlich dahinter steckt, bleibt ungewiss, denn er ist normalerweise kein Kämpfer.
Haarfarbe: Weiß-grau
Augenfarbe: Heterochromie, sein linkes Auge ist blau und sein rechtes Auge ist braun
Größe: 1,82m



Charakteristik


Charakter: Dicey war schon als Kind von Dingen interessiert, für die sich andere Kinder nicht interessierten. Er war kein kleiner Raufbold, machte sich generell nicht gerne schmutzig und verbrachte seine Zeit lieber damit, alleine in der Ecke ein Buch über Insekten zu lesen, als dass er mit den anderen Kindern interagierte. Er blieb viel lieber der unscheinbare Beobachter. Weil er von Anfang an Probleme im sozialen Umgang hatte, eignete er sich alles, was er heute darüber weiß, durch Beobachtungen und soziale Experimente an. Er lauschte den Gesprächen anderer Menschen, machte sich Notizen und lernte dazu. Wie sie sich verhielten, wenn sie logen, wenn sie wütend waren, wenn sie glücklich waren, wenn sie traurig waren. Es war ihm nicht in die Wiege gelegt worden, dass ihm diese Emotionen leicht von der Hand fielen. Er musste es lernen. So wie andere Lesen und Rechnen lernten. Und er beherrschte die Theorie früh, wollte sie nur perfektionieren. Weil es in seiner Natur liegt. Weil er ein Perfektionist ist.
Noch immer basieren seine sozialen Interaktionen auf der Theorie, die er sich sein Leben lang bei anderen abgeguckt hat. Dadurch trifft er nicht immer ins Schwarze, schafft es jedoch meistens einen Charme zu heucheln, den er so gar nicht besitzt. Ein Lächeln reicht manchmal schon aus. Hübsch ist er schließlich. Und hübschen Menschen vertraut man doch so viel schneller. Auch das hat er gelernt. Das hat ihm selbst seine Mutter erzählt. Sein Vater hat ihn früh mitgenommen, wenn es galt, wichtige Geschäfte zu erledigen. Es zeigte sich, dass selbst die Geschäftspartner ein bisschen nachsichtiger waren, wenn sie sich dem Vater eines so hübschen Jungen gegenüber fanden.
Aber das Bild des ruhigen jungen Mannes ist nicht nur deshalb manchmal unstimmig, weil er nicht immer den perfekten Dreh raus hat, was seine eigene Mimik und Gestik angeht. Generell ist er manchmal zu ruhig, er bleibt auch nicht immer still, wenn er es vielleicht eigentlich sollte, kann einen Menschen durchaus verschrecken, wenn er ihm auftischt, was er alles weiß. Schließlich kennt er oft auch die tiefsten Geheimnisse seiner Nachbarn, kannte sie damals schon von den anderen Kindern, weil sie selten auf den kleinen Jungen im Hintergrund achten.
Außerdem liegt sein Interesse bei eher morbiden Dingen. Er ist unheimlich fasziniert vom Tod, was ihn eindeutig auch bei der Berufswahl beeinflusst hat. Schmerz und Leid faszinieren ihn mehr als zwischenmenschliche Zuneigung. Sein Humor ist daher trocken und sarkastisch, meist irgendwie fehl am Platz. Er weiß durchaus im richtigen Moment zu schweigen, kann aber auch urplötzlich sehr scharfe und schlagfertige Kommentare von sich geben. Gerade dann, wenn man es am Wenigsten erwartet.  

Stärken: Intelligent, angenehme Ausstrahlung, wortgewandt, kann sich gut aus prekären Situationen herausreden
Schwächen: Fehlende emotionale Intelligenz, manchmal etwas zu unterkühlt, lässt seine eher ungewöhnlichen Interessen und Faszinationen zu oft durchscheinen



Hintergrund


Vergangenheit: Besonders spektakulär war Diceys Kindheit nicht. Er wuchs recht normal in einer Kleinstadt in Cacuma auf. Seine Eltern waren beide relativ gewöhnliche Arbeiter der Mittelschicht. Was tatsächlich hinter den Kulissen abging, war für Dicey lange nichts Besonderes. Er war es gewohnt, dass seine Eltern auch außerhalb der Arbeit erst spät in der Nacht nach Hause kamen, dass sie ihn manchmal sogar mitnahmen, dass sie mit zwielichtigen Gestalten zu tun hatten. Selbst der die Rivalität zwischen den beiden Familien war ganz selbstverständlich für Dicey. Auch wenn der Hass manchmal eskalierte. Auch wenn gerade die Kinder dabei nicht selten versehentlich zwischen die Fronten gerieten, obwohl sie doch genauso hassten, ohne so wirklich zu wissen, weshalb.
Eine kleine Schwester wurde hinterhergeschoben, als Dicey 5 Jahre alt war. Waren seine Eltern gerade zufällig unterwegs, musste er mehr schlecht als recht den Babysitter spielen. Geschadet hat das dem Mädchen überraschenderweise nicht. Tatsächlich liebt sie ihren Bruder sogar sehr.  



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