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 Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)

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Makilicious
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Sa 4 Apr 2015 - 1:59

Narian

Der junge Mann wusste genau, dass Bronze seinen Versprechungen wohl kaum nach gehen würde, zumahl weil jenes Alkohol und Narian zusammen beinhaltete und dieser wusste, dass Bronze Narian nur ungern mit Alkohol in Verbindung sah. Weshalb auch immer. Doch anstatt seinen Captain zu erinnern, er müsse ihn nicht anlügen, spielte er mit. "Mich nützlich machen? Ich bitte dich, ich bin dir doch immer nützlich", schnurrte der Braunhaarige mit halb geschlossenen Augen und zwinkerte ihm zu. Im Gegensatz zu Bronze fiel es Narian deutlich leichter anzügliche Bemerkungen zu machen sowie gewisse Arten von Anspielungen zu machen, da die rechte Hand weder Grenzen kannte, noch einen Blatt vor dem Mund halten konnte und erst recht gerne mit ansah, wie er seine Mitmenschen verlegen machte. Zwar hatte Narian Bronze noch nie verlegen gesehen, doch das hinderte den Alkoholliebhaber nicht daran, dies zum Ziel zu machen. Wenigstens konnte er ihn damit ärgern und das Leben auf irgendeiner Art und Weise erschweren.
Ein schiefes Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus, als Bronze augenscheinlich der Versuchung nach ging ihn zu beleidigen. "Da muss ich dir recht geben. Solch ein Gesicht zeugt förmlich von einer Modellkarriere. Meine Fans werden meine gelben Augen lieben", entgegnete ich auf sein Kommentar hin, mein Gesicht wäre bereits auffällig genug.
"Ich werde mich bemühen, aber ich kann nichts versprechen. Ich bestehe doch schließlich aus Zucker", fügte Narian hinzu und nickte übertrieben ernst. Es war typisch für den Braunhaarigen, dass er nichts kommentarlos auf sich sitzen ließ. Schließlich setzte sich Bronze endlich in Bewegung, sodass der Stellvertreter seinem Captain nachgehen und kurze Zeit später ebenfalls auf dem Boden ankam. Seitengasse, perfekt. Als Bronze plötzlich einen genervten Ton einschlug, zog Narian seine Augenbraue an, ließ seinen zitringelben Blick jedoch konzentriert schweifen, um die Lage zu checken. "Aye, Captain", murmelte Narian abweisend, ließ die konzentrierte Miene nicht fallen, die für den Braunhaarigen so ungewöhnlich war. Doch in einem nüchternden Zustand fiel es ihm auch nicht schwer, zumahl er doch einsah, wie ernst die Situation doch war. Selbst Narian kannte manchmal Grenzen. Nun ja, manchmal. Auch nur, wenn ihm danach war. Und gerade war Narian danach, da er weder seinen Captain, noch sich und den Rest der Crew in Gefahr bringen wollte. Völlig nutzlos war Narian nun also auch nicht. Kurz tastete er hinter sich am Rücken und war froh, daran gedacht zu haben seine Doppelschwerter mitgebracht zu haben. Ein schwarzer Mantel verdeckte einen Einblick darauf, den er seit Jahren bereits besaß. Narian war kein besonders großer Fan von Shoppen, immerhin hatte sich der Mantel gut gehalten. Sekunden später, nachdem Narian mit der Analyse der optischen Eindrücke fertig war, blickte er Bronze mit einem Funkeln in seinen Augen an, die in diesem dämmrigen Licht der Seitengasse zu leuchten schienen.
"Keine Angst, ich rette euch notfalls, meine holde Maid", grinste Narian keck, so als müsste Bronze gerettet werden, was selbstverständlich nicht der Fall war, jedoch trotzdem einmal wieder ein Versuch war, ihn zu necken beziehungsweise zu ärgern. Typisch für den Braunhaarigen hielt der seriöse Ausdruck in seinem Gesicht nicht lange.
"Also los. Du hast mir nicht gesagt, was wir uns abholen werden", forderte Narian ihn indirekt auf voran zu gehen und nickte zum Ausgang der Seitengasse. Narian hatte es zwar nicht direkt ausgesprochen, jedoch nahm er an, Bronze wisse, dass er nichts Unüberlegtes machen würde und diese Arbeit trotz Neckereien und Witzen ernst nahm.
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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Mo 6 Apr 2015 - 18:51

Psycho Doc + Fiddler

Die sichtbare Irritation der vermummten Gestalten, die ihren Befehlshaber pausenlos mit gezückten Waffen gedeckt hatten, um genau die Art von Eskalation zu verhindern, die das Blatt im Café plötzlich wendete, ließ sie in Wahrheit nur für den Bruchteil einer Sekunde inne halten. Trotzdem lang genug, um alles zu ändern. Im Grunde genommen hatte der Doc – kurz bevor er und der verrückte Weißhaarige spurlos verschwunden waren – das Zeichen zum Feuern gegeben. So, wie es von Anfang an abgesprochen gewesen war. Er würde sich holen, was er brauchte, per Knopfdruck würde die Bombe auf dem Marktplatz hochgehen und im selben Moment würden auch die Gäste des Cafés dem Anschlag zum Opfer fallen. Dass es ausgerechnet die jungen Menschen getroffen haben sollte, war nicht der konkrete Plan gewesen. Ein beliebiger belebter Ort sollte es werden. Der Doc wollte ein paar Proben haben, In Principia gab es genug Gesegnete, um schnell genug ins Schwarze zu trefen.
Aber jetzt war der Doc verschwunden. Niemand der vermummten Gestalten wagte es, den Blick von ihren vermeintlichen Opfern zu nehmen, um sich so fragend ansehen zu können. Ganz so hilflos schienen die Kinder – mehr waren sie letztendlich ja doch nicht – plötzlich nicht mehr zu sein.
Einer von ihnen hatte den Schalter, hatte das Kommando. Sein Daumen zuckte nur kurz über dem Knopf in seiner Tasche. Dann drückte er ab. Zur selben Zeit, in der die Bienen losgelassen wurden, Nur eine Illusion. Die Angst vor den plötzlich auftauchenden Insekten war jedoch echt. Die Verwirrung umso mehr. Die Männer fuchtelten um sich, kamen erst zu spät auf den Gedanken, dass es sich nur um das Abbild der Tiere handelte.
Trotzdem war das das Zeichen gewesen. Noch während die Terroristen mit der Aufruhr der Bienen beschäftigt waren, erzitterten die Glasscheiben des kleinen Cafés, als das gesamte Gebäude von einer Explosion in der Nöhe erschüttert wurde. Weißer Staub rieselte von der Decke. Direkt folgende Schreie. Das Szenario eines Weltunterganges, als das Feuer das gesamte Café von Draußen in ein oranges Licht tauchte.
Gleichzeitig auch das Zeichen, das Feuer zu eröffnen. Und obwohl es nicht mehr die direkte Anweisung ihres Befehlshabers war, war doch alles Andere genauso wie besprochen. Also feuerten sie los. Einfach so. Das Holz der Tische zerbarst, Scheiben zersprangen in Tausende kleine Splitter. Und plötzlich musste jeder zusehen, wo er blieb.

Von alleine hätte Fiddler längst nicht mehr gewusst, wo er war und was in den wenigen letzten Sekunden passiert war. Oft genug beschäftigten ihn die eigenen Gedanken minutenlang, dass er die Welt um sich herum vergaß und erst dann wieder auftauchte, wenn er scheinbar alles verpasst hatte. Diesmal war es keine volle Sekunde, durch die er beinahe den Rest seines Lebens verpasst hätte. Aber Nima war schneller. Nima hatte reagiert. Und so fand er sich hinter dem – zumindest für den Moment – schützenden Tisch wider, der dem Schussfeuer jedoch nicht ewig lange stand halten würde.
Unter seinem Hemd hatte Speckles ihm längst vor Schreck die Brust vollkommen aufgekratzt und Fiddler ignorierte den Schmerz mit zusammengebissenen Zähnen und weit aufgerissenen Augen, um den Affen fest an sich zu pressen. Er sollte bloß nicht auf die Idee kommen, abzuhauen, um dem Lärm zu entkommen.
Aber Fiddler war hilflos. Er hatte noch immer sichtbare Schwierigkeiten damit, zusammenzupuzzlen, was genau passiert war. Unruhig sah er von einer Person zu anderen, behielt dabei auch immer irgendwie die provisorische Barrikade im Blick, die bald kaum mehr als solche dienen würde.
„Gibt es einen Hinterausgang?“ Er wandte sich an Nima, wusste sich offensichtlich nicht anders zu helfen. Selbst wenn es einen geben würde, galt es immer noch, diesen unbeschadet zu erreichen. Eine Hand umklammerte seine Geige, auf der sein Blick kurz hängen blieb. Wenn er es schaffen könnte. Nur ein paar Minuten. Eine knappe Melodie. Und sie würden alle tanzen und lachen. Er war kurz davor, das Instrument an seine Schulterbeuge anzusetzen, als der erste Schuss durch die Tischplatte drang und seine Wange streifte. Wie erstarrt berührte sein Hand den tiefen Einschnitt.
Die Terroristen kamen näher. Viel Zeit blieb nicht mehr.
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nasu
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Mo 6 Apr 2015 - 20:09

Die Zeit schien mit ihnen dreien in einer Sanduhr verloren gegangen zu sein.
Es war ein seltsames Gefühl vor den Blicken verborgen zu sein, sich nur mehr den beiden Personen verantworten zu müssen, die ihn berührten.
Shirós Haut kribbelte nervös, jedes einzelne Härchen stellte sich auf. Besonders an der Stelle, an welcher der Rothaarige ihn berührte.
Er war Shiró fremd, hatte er sich hinter den menschlichen Maschinengewehren versteckt? War er einer von ihnen, seine Worte verrieten jedoch schnell zu welcher Seite er gehörte.
Eine grausame und erbarmungslose.
Shiró rümpfte die Nase, beobachtete den Anderen aus dem Augenwinkel. Wo war er hergekommen, wie hatte er es geschafft ohne angeschossen zu werden, sie zu erreichen?
Den Kiefer angespannt, befreite er den Doktor aus der Umarmung, brachte die drei Phiolen in seiner Hand in Sicherheit, unter sein eigenes Herz.
„Ich hatte nicht die Absicht ihn zu töten.“
Die Blicke des Egaku und des Doktors fanden sich kurz. Die Miene Shirós war trotzig, als er erkannte was gleich geschehen würde. In dem Durcheinander von Bienen und Schreien, ertönte eine Explosion.
Der Doktor schlug die Hand Whispers weg und warf sich zu Boden.
Shiró hatte nichts zu fürchten, war damit beschäftigt sich aufrecht zu erhalten als der Stoß den Leib der Erde erschütterte.
Mit diesem ersten Knall wurde das Feuer eröffnet, Ordnung war in die Formation eingekehrt. Völliges Chaos in die Reihen der gesegnet Cafébesucher.
Der erste Schuss traf Shiró in der Magengegend und er hielt sich stöhnend die Stelle.
„Uh das piekst.“ Murrte er.
Dann konnte er beobachten wie sich eine Kugel in das weiche Fleisch des Rothaarigen bohrte.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Mo 6 Apr 2015 - 20:54

Whisper

Es war etwas unpraktisch, dass er den Weißhaarigen nicht vorher schon kannte, sonst hätte er sich eine Erklärung wohl sparen können und wäre auch nicht auf Verwirrung getroffen. Zumindest hatte ihn seine unbewusste Unsichtbarkeit vor der Entdeckung durch die Terroristen und einer Blutentnahme bewahrt. Whisper war auch nicht übermäßig grausam, er wollte nur seine Freunde beschützen und das ging am besten wenn er den Anführer umbrachte und sich den restlichen, unkoordinierten Haufen einen nach dem anderen vornahm. Deswegen verwundete es ihn auch ein gutes Stück, dass der Weißhaarige kein Interesse daran hatte diesen Irren etwas anzutun, sondern offenbar nur die Proben wieder haben wollte. Aber gut, er könnte es immer noch selbst tun – hatte Whisper zumindest vor, ehe innerhalb von Sekunden das totale Chaos ausbrach. Der Doc riss sich von ihm los und wurde wieder sichtbar, den Weißhaarigen hielt er noch leicht fest, mehr aus Reflex bei dem plötzlichen Beben. Dann traf ihn eine der herumirrenden Kugeln in die Schulter… Glückstreffer, Schicksal oder jemand mit verdammt guten Augen, jedenfalls erblasste Whisper, sackte in die Knie, ließ bedingt dadurch auch den Weißhaarigen los, welcher nun wieder sichtbar war, während der Rotschopf weiterhin unsichtbar blieb – einfach weil er das im Moment nicht aufheben könnte. Seine Chancen standen unsichtbar allerdings kaum besser als sichtbar, jedenfalls nicht mit Verletzung.
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vivi
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Di 7 Apr 2015 - 0:09

Noah verharrte angestrengt im sitzen und versuchte so gut ea ging die Geschehnisse um sich herum auszublenden, um seine Konzentration nicht zu stören. Vor allem, weil sich während der Interaktion zwischen shiro und dem seltsamen Doktor, einer der Terroristen seinem Platz genähert hatte. Jegliche Gefühlsregung durch eine schwarze Maske verborgen richtete er seine mit großer Sicherheit geladene Waffe auf die verängstigten Gäste des Cafés, die sich diesen sonnigen schönen Tag allesamt anders vorgestellt hatten. Die Mordlust, die von dem Eindringling aus nächster Nähe ausging, sandte dem Weißhaarigen einen Schauder über den Rücken.
Erst die Explosion riss Noah jäh wieder zurück und brachte ihn, genau wie die anderen überraschten Anwesenden für einen Moment aus der Fassung. Aber auch die Terroristen schienen einen Moment lang ihre kühle geplante Aura verloren zu haben, denn kurz vor der Explosionhatten ein paar der Geiseln die Gunst der Ablenkung ausgenutzt und ihre eigenen Angriffe gestartet. Die Wand aus Feuer, die die Scheiben des Ladens zum bersten brachte, zusammen mit dem ohrenbetäubenden Lärm zerstörte den letzten Rest Ordnung und Überblick. Die unvermeidliche Panik war schnell ausgebrochen und schon fielen die ersten Opfer den rücksichtslosen Schüssen in dem engen Raum zum Opfer.
Der Verbrecher, der gerade noch abgespannt vor Noah gestanden hatte richtete, wie auf Absprache seine Waffe auf Noah und dem Mönch wurde im selben Moment klar, dass sein Gegenüber ohne zu zögern den Abzug betätigen würde.
Schneller, als der Terrorist reagieren konnte schoss die linke Hand des Weißhaarigen hervor und umklammerte den Lauf der Waffe. Die kleine Bewegung reichte aus, dass die tödliche Kugel, die sich unmittelbar danach löste, wenige Zentimeter neben dem Mönch im Boden aufschlug und dort einen kleinen Krater hinterließ. Den kurzen Moment der Überraschung nutzte Noah, um sich, die Hand noch immer fest um die Waffe geschlossen, kraftvoll daran nach oben zu ziehen. Durch den Schwung stolperte der perplexe Maskierte nach vorne und landete dem Größeren direkt in den Armen.
Noah reagierte sofort und rammte seinem Gegenüber kommentarlos das rechte Knie in den Unterleib, sodass dieser wimmernd in sich zusammen klappte. Die Linke noch immer um den Lauf geschlossen, ignorierte er den brennenden Schmerz in seiner Handfläche, da das Metall sich nach dem Schuss stark erhitzt hatte.
Mit einer schwungvollen Bewegung riss Noah dem Bewusstlosen den gewichtigen Gegenstand aus der Hand und schleuderte ihn aus der Drehung heraus in die entgegengesetzte Richtung. Mit einer solchen Waffe konnte der junge Mann mit wenig anfangen. Kleine blaue Funken tanzten über das Metall, als die Waffe, als wäre sie leicht wie eine Feder, durch den Raum segelte und einen weiteren Terroristen am Kopf traf. Schwer verletzt sank dieser kurz vor dem Tisch zu Boden, hinter dem sich Nima und Fiddler versteckten.
Mit drei geduckten schnellen Schritten hatte er den Tisch erreicht. Ohne ein Wort zu sagen schenkte der Weißhaarige den beiden ein entschuldigendes Lächeln. Dann legte er wortlos seinen Arm um Fiddlers Hüfte und griff mit der anderen unverletzten Hand sanft aber bestimmt nach Nimas Arm. Ohne zu zögern zerrte er die beiden weg, gerade als eine weitere Kugel das fragile Holz des Tisches durchschlug. Mit großen Schritten und durch die zusätzliche Belastung etwas eingeschränkt, huschte Noah in Richtung Tresen, weiter hinten im Laden und weiter weg von der Bedrohung, nahe des Eingangs.
Ein paar Mal schlug eine Kugel knapp neben dem Trio ein, doch Noah bahnte sich schnell und behände seinen Weg nach hinten durch. Er versuchte nicht auf die Toten und Verletzten um ihn herum zu achten.
Innerhalb weniger Sekunden hatte er den Tresen erreicht und lud seine Anhängsel dahinter ab. Dannn hockte sich der junge Mann ebenfalls dahinter und warf einen schnellen Blick auf das Geschehen hinter sich. Stirnrunzelnd aber immernoch freundlo j wandte er sich an die Kellnerin. "Es gibt nicht zufällig noch einen anderen Weg hier raus?", fragte er über den Lärm hinweg.

(Ich hab mit dem Handy gepostet. Man möge mir Fehler und meinen Stil nachsehen)
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nasu
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Di 7 Apr 2015 - 15:49

Plötzlich war er verschwunden, finstere Augen richteten sich wieder auf das strahlende Weiß, das in dem tobenden Chaos hervorstach.
Gezielt prallten die Geschosse von ihm ab, so schnell das Shiró gar nicht die Zeit fand sich die juckenden Stellen zu massieren.
Grummelnd gab er es auf, hob nur seinen Arm vor das Gesicht, nachdem ihm eine Kugel an der Schläfe getroffen hatte und sich ein Muster aus feinen Schmerzen ausbreitete.
Shiró bückte sich um nach dem verletzten zu fassen, doch er fand ihn nicht und es blieb nicht viel Zeit um ihn ausgiebig zu suchen, wahrscheinlich hatte er sich aus dem Staub gemacht.
Aus dem Augenwinkeln sah er wie der große Weißhaarige sich mit zwei anderen hinter der Theke in Sicherheit brachte.
Shiró richtete sich auf und sah dorthin zurück, wo der andere hergekommen war.
Die Spitzen grünen Haares lugten über die Kante des umgefallenen Tisches.
Was für eine hübsche, satte Farbe. Zu schade um sie sterben zu lassen.
Zu satt um nicht kleine Blumen darin zu verstecken.
Das musste eines der Mädchen sein, der man ebenfalls Blut abgenommen hatte. Ihr Segen schien in der Momentanen Situation nicht so hilfreich zu sein, wie Shirós.
Gerade als sich Shiró ihr zuwandte und den ersten Schritt getan hatte, trat er auf etwas. Es war weich und nachgiebig. Das musste der unsichtbare sein, so eine dumme Angewohnheit aber auch, in so einer Situation einfach in der Gegend rumzuliegen.
„Gefunden.“ Shiró lächelte, als hätte er den Osterhasen ausgetrickst.
Nun bückte er sich wieder, taste an dem Unsichtbaren Körper entlang, drückte gegen die Wunde und keuchte überrascht auf, als er das Blut an seiner Hand sah. Wie hübsch es doch an ihm aussah. Shiró wackelte mit den Fingern hypnotisierend vor seinem Gesicht.
Er stöhnte schmerzhaft auf, als ihn eine Kugel am Hinterkopf traf. Gerade helle waren diese Terroristen auch nicht, hatten noch immer nicht verstanden, das ihre Kugeln bei Shiró nicht weiterhalfen. Ihn nur Kopfschmerzen bereiteten und aus seiner Trance befreit hatten.
Shiró holte tief Luft, tastete nach den Achseln des Unsichtbaren, und hob ihn wie ein schlafendes Kind hoch.
Shiró ging mit schweren Schritten zu dem Tisch, ging davor in die Hocke, um das meiste, des Kugelhagels abzufangen.
„Hey.“ Er klopfte gegen das mitgenommene Holz, das gefährlich knarzte.
„Du solltest mit mir mitkommen, das Holz hält nicht mehr viel aus.“ Shiró lächelte aufmunternd, für ihn war das alles nur ein großes Abenteuer, ohne die Angst davor sterben zu müssen. Wie sich das Mädchen fühlen musste, konnte er sich nicht vorstellen.
Mit einer Hand um den schlaffen Körper des Unsichtbaren gelegt, zwirbelte Shiró mit der anderen eine Strähne des strahlend grünen Haars.
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Lillien
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Di 7 Apr 2015 - 21:37

Meya
 
Als die Welt um sie herum in Lärm aufging nahm Meya einen Schrei wahr. Sie war sich nicht sicher von wo er kam, vielleicht war es ihr eigener gewesen. Ihr Instinkt riet ihr zu verschwinden, wegzurennen, doch der Kugelhagel ließ sie erstarrt sitzen bleiben. Ihre Hände lagen auf ihren Ohren und versuchten die lauten Geräusche auszublenden. doch das Pistolenknallen hämmerte in ihren Kopf. Die Illusionen im Raum verschwanden, als ihre Konzentration sie verließ. Panisch wie sie war konnte sie nicht mehr rational denken und sie sah schockiert zu, wie Nima und Fiddler auf einmal nicht mehr wie sie hinter einem Tisch hockten. Verlassen im Raum, nur hinter einer Holzplatte versteckt wollte sie zu ihnen, doch sie blieb wie erstarrt sitzen. Angst kroch ihr über den Rücken. Sie wusste, sie war so gut wie tot. Keine Illusionen lenkten die maskierten noch ab. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Schuss sie traf.
Doch es war nicht ein Schuss, der sie aus ihrer Erstarrung riss, sondern ein seltsames hölzernes Pochen, das so gar nicht in diese laute Umgebung passte.  Leicht perplex starrte Meya in die weißen Augen ihres Gegenübers. Erst dann erkannte sie Blau und Grau darin. Viel zu hell, um in diese Umgebung zu passen. Ihr tat es um ihn leid, dass er vermutlich mit ihnen alle sterben würde. Erst dann bemerkte sie, dass er mitten im Kugelhagel saß. Er hatte Blut an der Hand, aber es schien ihn noch gut zu gehen. „Alles ok mit dir?“, fragte sie. Erst dann realisierte sie seine Worte. Anscheinend hat er keine Probleme mit Kugeln Leicht irritiert sah sie zu, wie er ihre Haare zwirbelte. „Kannst du mich hier wegbringen?“
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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Di 7 Apr 2015 - 21:44

Bronze

Bronze traf rein instinktiv die weise Entscheidung, erst gar nicht auf Narians zweideutiges Kommentar einzugehen und stattdessen so zu tun, als orientiere er sich in der Umgebung, um sowohl genau diesen Ort und dieses Gebäude später wiederzufinden, als auch, um vorher überhaupt zu bestimmen, in welche Richtung es als nächstes ging. Das hatte er natürlich schon längst herausgefunden, ausgefuchst wie er war. Außerdem befanden sie sich in einer Sackgasse. Nicht viel Raum, um sich zu verlaufen.
Trotzdem warf er seinem Begleiter einen abschätzenden Blick zu, bevor sie aus dem Schutz der Gasse verschwinden würden, hob eine Augenbraue skeptisch, die Mundwinkel bereits stumm zuckend, aber kein Wort tatsächlich die Lippen verlassend. Er schien sich, im richtigen Moment umentschieden zu haben. Narians Illusion lieber nicht zu zerstören. „Einbildung ist auch eine Bildung“ murmelte er stattdessen leise vor sich hin, als er sich längst abgewandt hätte. Er selbst war wohl kaum dazu qualifiziert, zu bestimmen, ob Narian rein objektiv betrachtet ein hübsches Gesicht hatte oder nicht. Außerdem gab es weitaus wichtigere Dinge zu tun. Mit einem Handzeichen gab er Narian ein nur mehr weiteres Mal zu verstehen, er solle sich ruhig verhalten, bevor Bronze die Straßen nach akut anwesenden Friedenswächtern absuchte. Das mechanische Auge wenig nützlich dabei, surrte trotzdem leise. Die Luft war rein, sie konnten gehen. Trotzdem drehte er sich noch einmal halb zu dem Braunhaarigen um, um dessen Frage zu beantworten.
„Was ich mir erstmal abholen werde…“ Er wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn, schien keinen besonderen Grund für diese Geste zu haben. „…ist ein Knebel für dich. Und jetzt komm“ Ein Wink und Bronze trat aus der Gasse. Und kaum wurden sie von weißen Sonnenstrahlen getroffen, die durch eine Regenwolkendecke brachen und in jedem anderen Moment vielleicht einen schillernden Regenbogen erzeugt hätten, wurde Bronzes Plan gehörig durcheinander geworfen.
Nicht weit von ihrem Standpunkt aus entfernt, explodierte etwas und riss binnen weniger Sekunden mindestens ein Duzend Unschuldiger mit sich. Die Luft war plötzlich gar nicht mehr rein, als zahlreiche Menschen ihnen entgegen rannten, dem ausgesprochenen Feuer entkommend.
Bronze selbst trat einen automatischen Schritt zurück, die Beine leicht gebeugt, sofort auf dem Sprung, zu helfen. Von den angedrohten Friedenswächtern keine Spur mehr. Eine Tatsache, die Bronze sofort auffiel.
Diesmal ohne einen absichernden Blick in Narians Richtung, lief er los, wich den fliehenden Menschen aus, die in weiser Entscheidung die andere Richtung eingeschlagen hatten. Bronze lieg hingegen direkt auf das Chaos zu.
Principia war kein Ort für Geschehnisse wie diese. Piekfein und geordnet. Alles an der richtigen Stelle. Keine Aufstände, keine Kriminalitäten. Principia war direkt aus einem Bilderbuch entsprungen. Vielleicht war das der Grund, warum Verfluchte hier besonders ungern gesehen waren, manchmal sogar vertrieben wurden. Man wollte keinen Abschaum in Principia. Und jetzt hatte man sich gewährt. Aber wo waren dann die Friedenswächter? Die korrupten Bastarde, sie auch sonst nicht zögerten, einen Verfluchten an Ort und Stelle zu exekutieren, weil ihm dessen Art zu leben gestört hatte. Irgendetwas stimmte hier nicht. Und die Sache war plötzlich wichtiger, als Bronzes eigentliche Mission.
Dann hörte er auch Schüsse. Noch näher als der Ursprung der Explosion. Im ersten Moment hätte er sofort auf Friedenswächter getippt. Als er feststellte, dass sie aus einem kleinen Café kamen, wurde er jedoch wieder skeptisch. Er blieb nur kurz stehen, wechselte dann die Richtung und hatte das Schwert bereits gezückt, als er den Männern in Schwarz im Café gegenüberstand. Keine Sekunde brauchte er, um die Lage zu verstehen, sah die Barrikaden und die offensichtlichen Zivilisten dahinter und köpfte die erste dunkle Gestalt mit seinem Messer, bevor diese ihn überhaupt hatte kommen sehen. Die Terroristen waren mit Schießen beschäftigt, zu taub unter dem Lärm, um die Piraten gehört zu haben. Außerdem waren sie nicht viele. Nicht in Relation zu dem, was Bronze gewohnt war. Nicht, wenn man auch die anderen jungen Menschen dazuzählte, die sich wacker gegen die Anschläge wehrten.
Die zweite Gestalt war eine junge Frau. Nachdem ihr Kollege neben ihr zu Boden gegangen war, wirbelte sie sich zu Bronze um. Sie drückte ab, die Kugel traf Bronze in der Brust und prallte an der harten Rüstung ab. Mit einem geschickten Schlag seines Schwertes entwaffnete er sie. Aber die junge Frau war nicht nur mit ihren Schusswaffen trainiert und wehrte sich jetzt mit Tritten und Schlägen, die Bronze nicht alle abwehren konnte, bis er ihr endlich das Schwer in die Magengegend rammte und sofort wieder mit klebrigem Blut bedeckt rauszog, um sich dem nächsten Terroristen zuzuwenden.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Di 7 Apr 2015 - 22:04

Shiró ließ von ihrem Haar ab, begegnete dem Blick des Mädchens und lachte erfreut auf.
„Ui hübsch, rosa!“ dann befreite er sich wieder aus dem Farbenspiel der blauen Augen. Er nickte bedächtig, schlang die zweite Hand um Whisper.
„Leider kann ich dich nicht tragen, ich hab die Hände schon voll mit Luft.“
Er spannte den Kiefer an und sah durch Whisper hindurch zu, wie sich seine weiße Kleidung langsam mit sattem Rot vollsog.
Faszinierend, wie sich die Fühler der roten Farbe in fantasievollen Mustern ausbreitete.
„Am besten wir bringen dich rüber zu dem Ninja hinter der Theke.“
Shiró schaffte es noch nicht seinen Blick von der wunderschönen Farbe loszureißen, die sich auf ihm niederließ.
Shirós von Faszination gefangener Verstand, vermochte es nicht diese Farbe mit Tod und Schmerz zu verbinden. Zu schön, zu warm erschien sie ihm.
„Sieh einfach zu, das ich immer zwischen dir und den Kugeln stehe!“
Dann richtete sich Shirós Blick wieder auf das Mädchen, er lächelte wieder sanft, versuchte ihr Mut zuzusprechen.
„Es ist wichtig, das du sie wieder mit deinen Illusionen ablenkst.“ Erklärte er ihr mit sanfter Stimme, versuchte sie irgendwie aus ihrer Angst zu befreien.
Ohne die Illusion würde nichts die Terroristen noch ablenken, und Shiró mit seinen zwei Flüchtigen würde ein willkommenes Ziel sein, da würde es nicht reichen nur als Schild zwischen den Kugeln und Meya zu agieren.
Shiró schlang die Arme fester um den Brustkorb des Unsichtbaren, zumindest fühlte es sich an wie ein Brustkorb. Er musste sich bereit machen seitlich wie ein Krebs zu dem Tresen zu laufen. Da war es nur von Vorteil wenn er den unsichtbaren Sandsack, zu dem sich der Rothaarige verwandelt hatte, nicht fallen ließ.
Da hatte er zuvor noch vorgehabt den Doktor zu töten, Shirós Absichten damit im Keim erstickt.
Wo der Weißhaarige doch eigentlich mit der Hilfe des Doktors aus dieser misslichen Lage verschwinden wollte.
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Lillien
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Di 7 Apr 2015 - 22:37

Meya
 
Meya stand langsam auf, immer darauf bedacht, dass der Weißhaarige zwischen ihr und den vielen Pistolen war. Sie atmete tief ein und aus und schaute nur in die Augen ihres Gegenübers, um sich zu beruhigen. Ihr war klar, dass sie sonst keine Illusion hervorrufen konnte.  Ein klein wenig beruhigt versuchte sie sich ein Bild von dem Café zu machen. Sie entdeckte zwischen den Terroristen zwei neue Gestalten, die anscheinend auf ihrer Seite waren, doch das half ihr im Moment nicht, weshalb sie ihre gesamte Konzentration auf einen Tisch nahe des Eingangs heftete. Beinahe sofort fing er an Feuer zu fangen. Die Illusion wurde immer größer und Rauch stieg zur Decke auf, wo er sich in einer dunklen immer größer werdenden Wolke sammelte. Zufrieden wandte sich die Grünhaarige einem anderen Tisch zu, an dem auch sofort rote Flammenzungen lechzten. Der Rauch stand nun vollkommen im Sichtfeld der Terroristen und Meya beschränkte sich auf drei Feuer, wobei sie mit dem Letzten ihr ehemaliger Schutzschild entzündete. Relativ zufrieden mit ihren Feuern wandte sie sich an Shiró. „Reicht das?“ Sie hoffte es, denn sehr viel mehr konnte sie nicht schaffen, wenn ihre Konzentration immer wieder gestört wurde. Zum Glück fiel es nicht sonderlich stark auf, wenn Feuer immer mal wieder flackern. Doch trotzdem befiel Meya Furcht, als sie Richtung Theke ging. Sie wusste, ihre Illusionen waren nicht so gut wie sonst, außerdem störte es sie, dass sie keine Geräusche machten. Normalerweise beruhigte sie das Flackern eines Feuers, versprach es doch Wärme und Licht.
Glück durchströmte sie, als sie beim Tresen ankamen und sie umarmte den Weißhaarigen kurz. „Danke.“, sagte sie ehrlich und ließ sich neben Nima sinken. „Was ist eigentlich passiert, als ihr unsichtbar ward?“, echte Neugierde verdrängte kurz die Gefahr aus ihrem Kopf.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Di 7 Apr 2015 - 23:40

Narian

Noch ehe Narian einmal wieder seinen Senf dazu geben konnte, knallte es ohrenbetäubend und sowohl Feuer, als auch Rauch und Schreie waren die Folge davon. Das Chaos brach schneller aus, als dass ich die Chance hatte das zu hinterfragen, was soeben vorgefallen war. Die Menschen rannten, als würden sie um ihr Leben rennen und in dem Moment erkannte der Braunhaarige Principia gar nicht mehr wieder, sie war doch sonst die reinste Stadt, unbefleckt, perfekt mit „keinen“ Komplikationen. „Verdammt, wir sind doch richtige Unglücksbringer“, murmelte er, da er instinktiv daran denken musste, wie es allein bei der Ankunft der Piraten Probleme gab. Narian riss seine Augen auf, da er die nächste Handlung seines Captains förmlich vorhersehen konnte, doch er hatte die Gelegenheit verpasst ihn zu packen und abzuhauen, stattdessen sah er ihm hinterher, wie er den Fliehenden entgegen rannte, genau auf das Unheil zu. Fluchend folgte ihm Narian, fasste einmal wieder dein Leichtsinn seines Kameraden nicht, doch es war eben typisch Bronze: Handelte, bevor er nachdachte, wenn es sich dabei um Menschen handelte, denen er helfen konnte. Die rechte Hand war sich einfach sicher, dass er ihn auf so einer Weise garantiert verlieren würde. Doch es hielt Narian nicht davon ab, Bronzes Streben nach Heldentum ein wenig zu drosseln, jedenfalls versuchte es der Gelbäugige.
„Ich schwöre dir bei meiner Rum-Flasche, das gibt Ohrfeigen, wenn wir Zuhause sind“, murrte Narian eher für sich selber, da er bezweifelte, dass Bronze ihn in diesem Lärm hören konnte, als wäre er eine Mutter, die bereits den ganzen Tag das Gequängel ihres Kindes aushalten musste, nur, um diesem dann hinter her rennen und einfangen zu müssen, als würde jenes einem Eiswaagen hinterher rennen. Ja, diese Metapher passte doch ganz gut dazu: Bronze lief seinem Eiswaagen hinterher – sprich eine Möglichkeit, anderen zu helfen. Der Idiot sollte lieber einmal an sich denken. Zum Glück übernahm Narian das, auch, wenn er fand, dass er besseres zu tun hatte.
Anstatt dem Ursprung der Explosion nachzugehen, so, wie es der Braunhaarige zunächst angenommen hatte, bog Bronze plötzlich ab und strebte ein Café an. „Captain und ihre Launen, kann er sich nicht entscheiden, wen er nun retten möchte?“, knurrte Narian diesmal hörbar genervt, seufzte jedoch und wusste, dass er ihm dabei helfen musste. Er rannte ebenfalls auf das Café zu und beobachtete rechtzeitig, wie sein Chef – hach, so würde Narian ihn nie im Leben laut nennen – gerad einer Frau mit seinem Schwert durchbohrte. Guten Appetit…
„Also schön, also schön, ran an die Arbeit“, grinste der Stellvertreter breit und fand, dass es womöglich doch keine so schlechte Idee war, einigen ihre Leviten vorzulesen. Er griff hinter sich unter seinem Mantel, zog seine Doppelschwerter hervor und sah sich mit einem Funkeln in seinen citringelben Augen um. „Also schön, wer möchte seine Köpfe abgeschlachtet bekommen?“, fragte er, analysierte die Lage und erkannte schnell seine Gegner. Doch diese wurden von… war das Feuer? Von einer Sekunde auf der nächsten wurde an drei Stellen Feuer entfacht, was Narian einerseits verwirrte, andererseits dazu veranlasste, schneller zu handeln. Gerade stieß er einem Mann seine Schwerter seitlich zwischen die Rippen, durchbohrte ihn dadurch regelrech, als er um sich sah um sicher zu gehen, dass die Bürger auch flohen. Doch anstatt vor dem Feuer Angst zu haben, zeigten sich – zumindest zwei Personen – recht locker. „Seid ihr lebensmüde oder wollt ihr als gebratene Hähnchen enden?! Schwirrt ab!“, brüllte Narian ihnen zu und wehrte sich gerade rechtzeitig gegen einen zweiten Gegner. Gerade fragte sich der junge Mann nicht, weshalb man dieses Café angriff oder wer diese Angreifer überhaupt waren, doch was er wusste, war, dass es unnötig Stress brachte, sich in anderen Gelegenheiten einzumischen. Doch so sicher sich Narian dessen war, so sicher war er sich auch, dass man mit Bronze nicht diskutieren wollte. Typisch Dickschädel. Der Braunhaarige bewunderte ihn doch, wie er sich für Mitmenschen, die es verdienten, einsetzte, andererseits fand er es übertrieben menschenfreundlich, was der Doppelschwertkämpfer keineswegs war. Ihm waren nicht die Bürger wichtig, wenn, dann höchstens Bronze. Er war auch der Grund, weshalb er hier stand und kämpfte.
Letztendlich war auch der andere Typ von Narian besiegt worden – siehe da, der Trunkenbold war doch zu etwas zu gebrauchen – als er merkte, dass sich das Feuer kaum ausbreitete und überhaupt nicht knisterte. Es roch nicht Rauch, vielmehr wurde nur die Sicht dadurch vernebelt. „Was für eine Scheiße geht denn hier nun wieder ab“, murmelte er und versuchte aus der Sache schlau zu werden.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Mi 8 Apr 2015 - 1:12

Shiró
Die Illusionen waren großartig, es war als würde sich die fehlende Hitze des Feuers in Shirós Herz ausbreiten.
Ihm gefiel die Farbenpracht und das es gar nicht weh tat. Auf ihre Frage ob die Illusionen reichen würde, nickte Shiró nur. Gemeinsam schlichen sie zur Theke, Whisper drohte immer wieder Shiró aus den Armen zu rutschen.
Als sie dann endlich in Sicherheit waren, ließ Shiró das zusätzliche Gewicht einfach fallen und holte überrascht Luft, als die kleine Grünhaarige ihn in eine Umarmung schloss. Er schloss die Augen glücklich und umarmte das Mädchen etwas länger.
„Das hast du so schön gemacht.“ Hauchte er ihr zu, grinste breit und ließ sie dann los, nicht ohne durch das grüne Haar zu streichen.
Mit demselben, breiten Grinsen wandte er sich sitzend den anderen dreien zu.
„Hi! Schön das ihr überlebt habt.“ Shiró trugen eine Freude, die einem in dieser Situation unglaublich falsch vorkam.
Überrascht sah Shiró zu dem Mädchen, das er gerettet hatte, kniff die Augen skeptisch zusammen.
Suchte auf dem Boden vergeblich nach Whisper, doch er konnte nur eine kleine Blutlache ausmachen.
„Hmmm, der Typ da-„Shiró deutete auf die Lacke aus Blut „wollte das ich den Blonden töte.“ Shiró sog seine Lippen ein und machte große Augen.
„Sowas mach ich aber nicht gerne.“ Erklärte er und zuckte unschuldig mit den Schultern.
Shiró sah von dem Mädchen mit dem grünen Haar, zu dem Musikaten mit seinem kleinen Tierchen, der kleinen Schwarzhaarigen mit den traurigen Augen zu dem weißhaarigen Ninja.
„Habt ihr euch wehgetan?“ fragte er, als hätten sie gerade ein wildes Ballspiel hinter sich. Shiró zeigte wieder auf Whisper. „Ich glaube der hat sich wehgetan.“ Schon zupfte er wieder an seiner weißen Kleidung herum. Betastete vorsichtig die roten Stellen.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Mi 8 Apr 2015 - 11:06

Whisper

Wenn er gekonnt hätte, dann hätte er den weißhaarigen auch nachdem er angeschossen war noch unsichtbar gehalten – aber das konnte er nicht. Sich selbst unsichtbar zu halten war kein Problem, das kostete nur etwas Konzentration wenn er zwischen den Zuständen wechselte, nur andere so zu lassen war ihm im Moment praktisch unmöglich, hatte er doch schon Mühe überhaupt bei Bewusstsein zu bleiben. Ihm war bewusst, dass hier der denkbar ungünstigste Ort war um bewusstlos zu werden… jeder könnte ihn niedertrampeln und sicher vor Kugeln wäre er auch nicht. Allerdings hätte er noch mehr Probleme wenn er sichtbar und wehrlos wäre, weswegen Whisper es trotz der Risiken nicht aufhob. Am Rande bekam er mit, wie der weißhaarige auf ihn trat, stöhnte – was keiner hören würde – wurde dann langsam gänzlich bewusstlos. Zumindest wusste er jetzt, dass sich jemand um ihn kümmern würde und man ihn nicht in dem Chaos hier vergaß. Bewusstlos wie er war kümmerte es ihn wenig wie der weißhaarige ihn hielt, ihn um die Brust zu fassen war schon irgendwie richtig. Sehen konnte man ihn nicht, auch wenn bei dem von der Decke rieselnden Staub ein Erahnen seiner Umrisse möglich war, allenfalls raten wo er war… Blut hinterließ er immer hin. Seine Verletzung hatte ja noch keiner versorgt und wenn das weiter so blieb könnte er leicht verbluten – nur konnte man sich schwer um ihn kümmern solange er nicht zu sehen war.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Mi 8 Apr 2015 - 17:57

Seufzend lehnte sich Noah mit dem Rücken gegen den Tresen und schaute kurz zu Nima und Fiddler, die er eher unfreiwillig in diese Lage gebracht hatte. Aber besser, als sich hinter einigen wenigen Zentimetern Holz vor den tödlichen Kugeln zu verstecken, war es allemal.
Der Kopf des Weißhaarigen zuckte herum, kurz bevor Meya und Shiro samt Whisper auftauchten. Instintiv spannte sich sein Körper an, bereit einzugreifen, falls sie entdeckt worden wären. Doch als er erkannte, um wen es sich handelte entspannte er sich wieder. Die beiden Neuankömmlinge kamen ihm vage bekannt vor, da sie ebenfalls an dem Tisch gesessen hatten, an den er sich eigentlich hatte gesellen wollen.
Auf Shiros der Situation etwas unangemessene Begrüßung hob er nur kurz grüßend die Hand und murmelte ein beläufiges "Hi!", bevor er sich wieder den beiden neben ihm zuwandte. Auf Shiros Frage hin, ob irgendjemand verletzt worden war, verdüsterte sich Noahs Blick, da er erst jetzt den tiefen Kratzer auf Fiddlers Wange bemerkt hatte. Das Blut lief ihm munter durch sein Gesicht und bahnte sich seinen Weg bis zu seinem Oberteil. Er überließ es den beiden auf Shiro zu reagieren und wagte es stattdessen noch einmal, über das glatte Holz des Tresens zu schauen, da plötzlich eine gefährliche Stille eingetreten war.
Langsam erhob er sich hinter dem Versteck und schaute zu den Neuankömmlingen, die mit ihren Waffen fast schon teilnahmslos neben den Leichen der Terroristen standen. Neugierde glitzerte in den Augen des Mönches und er bleckte die Zähne. "Scheint, als hätten wir unverhofft Hilfe bekommen",sagte er fröhlich und laut genug, dass die Neuankömmlinge es hören konnten. Diese Bemerkung war wie eine versteckte Frage nach der Gesinnung der Piraten, denn es gab keine Garantie dafür, dass diese nicht auch nach ihrem Leben trachteten.

(okay, falls hier wieder irgendwas nicht passen sollte, dann sagt mir Bescheid DD:)
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Lillien
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Mi 8 Apr 2015 - 23:34

Meya
 
Irgendwie fand Meya es lustig, dass sich jemand darum sorgte, dass sie in dem Feuer verbrennen würden. Doch eigentlich war es ihr gerade egal, was der Pirat dachte, wenigstens schienen ihre Illusionen gut genug zu sein. Statt auf den Ruf zu reagieren ging sie weiter im Schutz von Shiró zum Tresen.
 
Meya war sich nicht ganz sicher, ob sie froh darüber sein sollte, dass Shiró den Doc nicht getötet hatte, aber eigentlich war es ihr egal. Dieser schien sich irgendwie in Luft aufgelöst zu haben. Nur, dass ihr Arm noch immer wie verrückt blutete und es einfach nicht aufhören wollte. Suchend schaute sie sich nach einem Lappen oder etwas entfernt ähnlichem um, doch irgendwas irritierte sie an ihrer Umgebung und sie ließ ihren Arm in Ruhe. Ihr fiel erst nicht auf, was sie so seltsam fand, bis ihr klar wurde, dass es still war. Zu still, als dass noch jemand mit Kugeln um sich schoss. Vorsichtig lunzte Meya über die Holztheke. Sie war ein wenig schockiert von den Leichen, die überall in dem Lokal lagen. Erst als Noah sprach, bemerkte sie die beiden Gestalten inmitten der toten Körper und die Feuerillusionen, die sie gerade verschwinden lassen wollte, blieben an Ort und Stelle. Wer wusste schon, ob sie nicht erneut angegriffen worden wären. Zur Sicherheit entfachte in ein paar Meter vom Tresen entfernt ein kleines, noch unscheinbares, Feuer, welches sie zur Not größer machen konnte.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Do 9 Apr 2015 - 0:48

Shiró
Shiró sah Noah mit großen Augen an, die aufgeregt und hoffnungsvoll glitzerten.
„Hilfe?“ er lächelte breit, holte tief Luft. „Das klingt großartig!“
Mit geschlossenen Augen wippte er hin und her, bevor er sich auf die Beine mühte und hinter dem Tresen aufstand. Etwas erschrocken zuckte er zurück als direkt vor ihm ein weiteres der Illusionsfeuer aufflammte.
Er streckte seine Hand aus und hielt sie in das Feuer, nahm sich nicht viel Zeit um darüber nachzudenken, ob es heiß sein könnte. Zum Glück war es das nicht, sonst hätten die Piraten einen weiteren verletzten. Die Flammen züngelten unbeirrt weiter, die weiße Hand ignorierend.
Dann richteten sich die blauen Augen auf die zwei Gestalten die über all den Leichen thronten.
Shirós Miene war sich uneinig ob sie sich aufhellen oder verfinstern sollte.
So viel Blut, so viel Rot, das verwirrte ihn. Sein Herz wurde klamm bei dem woran ihn das Rot erinnern sollte. Doch bevor sich Shiró weiter in dem Leid suhlen konnte, entschied er sich dafür glücklich zu Lächeln und ihre Retter mit seiner gewohnt heiteren Art zu begrüßen.
Er hob die hellen, weißen Hände und klatschte begeisterten Beifall.
„Toll, wir sind gerettet.“ Begrüßte er die Piraten, verlor sich in der Schillernden Rüstung und den außergewöhnlich leuchtenden Augen.
Shiró legte die Hände wie zum Gebet voreinander, neigte den Kopf ergiebig. „Danke.“ Jubelte er, sah zu den verbliebenen unter dem Tresen.
Wo es zuvor ausgesehen hatte, als wären sie dem Untergang geweiht, hatte sich alles so schnell zum besseren gewandelt.
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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Do 9 Apr 2015 - 14:33

Bronze

Als Bronze den Raum schon nach einem nächsten Opfer abscannte, musste er feststellen, dass sie alle bereits leblos am Boden lagen. Keine 10 Minuten hatte das Spektakel mehr gedauert, aber letztendlich warf es mehr Fragen auf, als dass es sie beantwortete. Sie hatten es hier wohl kaum mit geübten Kämpfernaturen aus. Zu wahllos, zu aggressiv war die Kampftechnik gewesen. Sie hatten ihre Kraft an den falschen Stellen genutzt und sich. Hier war Jemand auf Krawall aus gewesen. Und das ausgerechnet im bescheidenen Principia. Das wiederum warf die Frage auf, wer zum Teufel sie überhaupt in die Stadt gelassen hatte. Nicht, dass Gesindel wie Bronze und Narian hier mehr zu suchen hatten. Trotzdem war Einiges an der Sache faul.
Während Bronze den Raum langsam durchquerte, um sich an die jungen Menschen hinter der Theke zu wenden, sich nach ihrem Befinden zu erkundigen und möglicherweise nach dem Ablauf der Geschehnisse zu fragen, machte er kleine Zwischenstopps bei den am Boden liegenden Terroristen, überprüfte ihren Puls und musste ihre Hände jedes Mal enttäuscht fallen lassen. „Scheiße“ murmelte er bei dem letzten Toten und hielt sich zurück, ihn nicht zusätzlich aus reiner Frustration zu treten. Tot. Sie waren alle tot. Es blieb keine Möglichkeit, sie nach ihren Absichten zu fragen. Und so wenig Mitleid er auch zu den jungen Menschen empfand, die womöglich ein Leben und eine Familie wie alle Anderen gehabt hatten, so sehr war das alleine der Grund für seinen Ärger.
Auf das Feuer wurde erst dann aufmerksam, als auch Narian es wurde und begutachtete die Flammen mit einem sehr kurzen Blick. Ein Segen? Ein Blick schweifte über die Truppe, das mechanische Auge dabei wie immer surrend, als helfe es ihm dabei, sein Gegenüber einzuschätzen. Er fragte sich, wer für die Illusion des Feuers verantwortlich war. Ein beachtliches Talent, hätte Bronze sich von Segen beeindrucken lassen. Die ganze Sache war ein zweischneidiges Schwert und Bronze verließ sich lieber auf die eigenen Instinkte und Fähigkeiten, als dass er sich der Gunst der Seelen unterwarf.
Dann lächelte er, als er an Narians Seite trat. Die Lage schien weniger extrem, als er erwartet hatte. Verletzte gab es nicht viele. Schwer verletzt war niemand. Er sah zwei großgewachsene, weißhaarige Männer. Ein Geistlicher, vermutlich. Der Andere? Ein komischer Vogel. Aber zumindest der erste, der sich dankbar zeigte. Nicht, dass Bronze hinter Dank her war. Außerdem erschienen ihm gerade die Beiden Männer so, als hätten sie die Lage Beide auch im Alleingang überlebt. Aber das hatten sie nicht versucht. Sie hatten die Anderen gerettet und beschützt. Das konnte Bronze respektieren.
Daneben zwei Mädchen. Aber auch sie schienen weites gehend unverletzt, wie Bronze tief beruhigt feststellen konnte. Ein weiterer junger Mann, verängstigter und verstörter als der Rest der Truppe mit Blut im Gesicht und auf der Brust.
Als wäre das sein Zeichen gewesen, steckte er das zuvor noch immer gezückte Schwert endlich zurück an seine Hüfte. „Geht es euch allen gut?“ fragte er plötzlich sehr sanft, ein Kontrast zu seinem harten Gesicht. „Ihr habt euch nicht schlecht geschlagen, das gebe ich zu. Kann mir einer von euch sagen, was hier genau passiert ist?“
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Fr 10 Apr 2015 - 0:02

Fiddler

Hätte Noah ihn nicht einfach so ohne weiteres aus der Schussbahn gezerrt, wäre Fiddler womöglich wie festgefroren stehen geblieben, bis ihn ein zweiter Schuss zu Boden gezwungen hätte. Taub war nicht nur seine komplette untere Gesichtshälfte nach einer schallenden Ohrfeige, sondern auch der Rest seines Körpers. Eingerostet waren die Gelenke, bis sie zur plötzlichen Bewegung gezwungen wurden, wenn er nicht gänzlich von Noah getragen werden wollte. Die Intimität dessen Berührung fiel ihm nicht negativ auf, litt er doch selbst kaum unter Berührungsängsten.
Das Zittern sollte nicht mehr lange anhalten. Kurz darauf waren die aufgebrachten Rufe und Schreie von Draußen die einzige Geräuschquelle. So schnell war es gegangen. Die Geschehnisse spielten sich noch immer in Zeitlupe irgendwo in seinem Hinterkopf ab, während er versuchte, sie zu verstehen.
Erst danach konnte er sich umsehen, seine zahlreichen neuen Freunde – Fiddler warf mit diesem Wort manchmal zu voreilig um sich – in Sicherheit wissen. Whisper fehlte. Aber Whisper fehlte schon seit einer ganzen Weile und Fiddler konnte nur hoffen, dass er sich mithilfe seines Segens einfach aus dem Staub gemacht hatte, wie der Musiker selbst es vielleicht auch, feige wie er war, getan hätte. Versehentlich fing er Noahs Blick auf, hatte sich vielleicht instinktiv beobachtet gefühlt und berührte dann die eigene Wange, zuckte vor dem brennenden Schmerz kurz zurück und lächelte dann einfach so. Er war am Leben. Sie alle waren es. Das sollte Grund genug sein. Trotzdem war die Kugel haarscharfer an seiner Wange vorbeigegangen, als er im ersten Moment gedacht hatte. Er betrachtete kurz die rote Flüssigkeit an seinen Fingern, die weiterhin unaufhörlich aus seiner Wange floss. Anständige medizinische Versorgung war nie ein Problem in seinem Leben gewesen, an das er hatte denken müssen.
Dann bewegte sich etwas unter seinem Hemd. Laut schimpfend – die Luft darunter musste langsam echt stickig werden – kroch das kleine Äffchen aus Fiddlers Ausschnitt und machte im ersten Moment den Anschein, als wäre es ausgesprochen wütend. Blut klebte in seinem ohnehin schon rötlichen Fell und er schmiegte sich sofort stürmisch in Fiddlers warme, weiche Halsbeuge, als er noch mehr Blut in dem Gesicht seines Besitzers sah. Die Wucht des Kuschelanfalls lies Fiddler jedoch automatisch ein paar Schritte zurückfallen. „Jaja, ist alles gut. Mir geht’s gut“ beruhigte er Speckles lachend und strich ihm ein paar Mal liebevoll über den Kopf. So ganz nahm das Äffchen das nicht als Antwort hin und kletterte weiter nach oben, wo es letztendlich auf Fiddlers Kopf sitzen blieb, den langen Schweif hatte es dabei leicht um seinen Hals gelegt. Speckles sah so aus, als wäre er bereit, jedem die Augen auszukratzen, der Fiddler auch nur mit einem schiefen Blick ansah.
Erst dann wurde der junge Musiker sich bewusst, dass Noah sie alle gar nicht im Alleingang gerettet hatte – zuzutrauen war es ihm ja. Zwei junge Männer standen plötzlich direkt vor ihnen. Einer von ihnen wirkte beschwingt und war Fiddler sofort sympathisch. Der Andere war etwas ernster und aus irgendeinem Grund fühlte er sich ständig von dessen seltsamen Auge beobachtet. Trotzdem schienen sie Beide freundlich gesinnt zu sein. Sonst wären sie wohl nicht hier. Oder sie alle längst tot.
„Wieso seid ihr alle so riesig?“ fragte er plötzlich gerade heraus. Aber es stimmte. Sie alle überragten ihn um mehrere Zentimeter. Selbst Noah und Shiro. Was machte er nur falsch im Leben? Abermals glitt sein Blick über die restliche Gesellschaft, blieb letztendlich an dem am größten Gewachsenen von ihnen hängen. Da bekam er ja schon beim Zusehen Nackenschmerzen. Damit hatte er die Frage des Mannes natürlich nicht beantwortet. Aber, ganz ehrlich, war Fiddler sich nicht sicher, ob er sie überhaupt beantworten konnte. Was war denn schon passiert? Und war das alles tatsächlich gerade passiert? (mainly will Feu einfach keine Konversation mit sich selbst führen xD)
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Fr 10 Apr 2015 - 1:59

Meya

Leicht irritiert starrte die Illusionistin Shiró an. Ihr war es schleierhaft, wie er so ausgelassen und entspannt sein konnte, während da noch immer zwei bewaffnete und eventuell gefährliche, wirklich große Männer standen.

Doch als der eine sein Schwert wegsteckte, beruhigte sich auch Meya wieder. Die einziege wirklich noch angriffslustige Person im Raum, wenn man ihn als solche bezeichnen konnte, war Speckles und Meya hielt sich wohlweislich fern von Fiddler und seinem mordlustigen Affenhut. Stattdessen flackerten die Illusionen einmal kurz, bevor sie sich in Luft auflösten.
Ruhig stand Meya da, sie war auch nicht sicher, ob sie einfach so antworten sollte. Sie hatte auch noch nicht vollkommen realisiert, was in dem kleinen Café passiert war. Sie versuchte es langsam in ihrem Kopf alles durchzugehen, doch seit dem Auftritt des Docs, wurde es nur immer verrückter und dann sprudelten die Worte schon aus ihr hinaus in der Hoffnung, dass sie es vielleicht dann verstehen würde. „Wir saßen alle ruhig hier. Und dann kamen auf einmal diese ganzen Leute reingestürmt.“, sie deutete auf die Leichen und musste kurz ihre Übelkeit hinunter schlucken, bevor sie auch schon wie ein Wasserfall weiterredete. „Und dann kam der Eine. Vermutlich der Anführer. Mit dieser Brille. Die hatte so komischen pinke Gläsern. Und dann hat er jeden gemustert. Hat fast einen Freudentanz aufgeführt, während er uns Blut abgezapft hat.“, anklagend hielt sie ihren Arm mit der Schnittwunde hoch. „Dann hat er es bei ihm versucht.“, sie deutete auf Shiró und erst da fiel ihr auf, dass sie seinen Namen noch nicht kannte, aber das war ihr gerade egal. Sie schwieg jetzt einfach, wusste sie noch immer nicht, was genau passiert war, als Whisper eingegriffen hatte. Suchend schaute sie sich um, ob irgendetwas von ihm zu sehen war, doch sie blieb erfolglos.
Panik flammte in ihr auf. Sie war sich sicher, dass noch jemand fehlen würde, doch es war niemand anderes mehr im Raum. Und da lag das Problem. Normalerweise spürte Meya immer eine Verbindung zu ihrer Schwester, doch diese hatte sich aufgelöst. Wann genau konnte Meya nicht sagen, doch sie spürte es klar. Und keine Sekunde später versteckte sich die kleine Gestalt ihrer Schwester hinter dem Tresen, während sich Meya wieder beruhigt zu den Piraten drehte.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Fr 10 Apr 2015 - 12:27

Whisper
 

Von ihrer Rettung bekam er nichts mit, war noch bewusstlos und kam erst langsam wieder zu sich als alles schon vorbei war. Hilfe brauchte Jyoti jedenfalls wirklich, wenn seine Wunde noch länger unbehandelt blieb bestand ernste Gefahr für sein Leben. Nur war er zwar bei den anderen, hörte ihre Gespräche am Rande seines Bewusstseins, sah sie auch – aber ihn nahm niemand wahr und ganz besonders ihre beiden Retter wussten nicht mal das er da war. Der weißhaarige, der ihn gerettet hatte, schien ihn auch vergessen zu haben und die anderen dachten wahrscheinlich, dass er in Sicherheit war oder gar nicht mehr hier. Er stöhnte leise vor Schmerzen, doch auch das hörte natürlich keiner. Wenn er einen der anderen berührte würde man ihn vielleicht bemerken, aber das löste sein Problem nicht. Solange er unsichtbar war könnte ihm keiner helfen und Whisper selber war kaum in der Lage eine so gravierende Verletzung zu versorgen. Dass er knapp davor stand wieder bewusstlos zu werden merkte er schon, nutzte die Zeit um sich darauf zu konzentrieren wieder sichtbar zu werden. Zumindest klappte das nach einigen Versuchen in denen seine Gestalt nur flackernd zu sehen war, dann lag er gut sichtbar zwischen den anderen, drehte sich mit schmerzverzerrten Gesicht auf die Seite und presste eine Hand auf die Verletzung. Was im Prinzip auch nichts mehr brachte, waren seine Sachen doch längst blutgetränkt. „Wäre nett wenn ihr mich nicht vergesst sobald ich unsichtbar bin…“ murmelte er in die Runde, war gerade nicht für irgendwelche Erklärungen zu haben.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Fr 10 Apr 2015 - 20:03

Nima

Vorsichtig sah die Schwarzhaarige über den Tresen, atmete erleichtert aus als sie bemerkte, dass die Terroristen am Boden waren. Misstrauisch betrachtete die Kellnerin ihre Retter. Zwar war sie dankbar, dass ihnen geholfen wurde, aber das hieß noch lange nicht, dass sie außer Gefahr waren. Die beiden großgewachsenen Männer sahen  nicht gerade zwielichtig aus, zumindest das was sie als zwielichtig definierte, jedoch würde Nima diese niemals als normal bezeichnen. Nicht dass sie hier einen Kleidungsstil kritisieren wollte, wollte sie wirklich nicht, aber innerhalb kürzester Zeit hatten die beiden Männer ihre Gegner enthauptet, durchbohrt oder sonst wie ausgeschaltet, das konnte niemand als 'Normalität' beschreiben, jedenfalls in Principia. Oder ?
Je länger sie darüber nachdachte, desto weniger glaubte sie an ihre eigenen Gedanken.
Sobald die junge Frau sich sicher war, dass sie vermutlich sicher waren, drehte sie sich zu den Regalen unter der Theke und suchte nach dem Verbandskasten. Nach einigen Minuten fand sie ihn, warf Shiró und Noah je eine Verbandsrolle zu, fragte freundlich ob der kleine von beiden Meya beim verbinden helfen könnte und wendete sich Fiddler zu. Sanft hielt die Schwarzhaarige sein Kopf so, dass sie seine Wunde betrachten konnte und strich behutsam mit ihrem Daumen unterhalb der Verletzung seine Wange. „Vorsicht, das könnte ein wenig brennen...“, sachte tupfte sie die Stelle ab und verband sie mit einem Pflaster, warf einen kurzen Blick zu Meya und vergaß ihre eigene Wunde. Sie brannte und blutete, aber daran würde sie schon nicht sterben, Nima machte sich mehr sorgen um die anderen und auch das Café. Es war eine Katastrophe, Madame Lucile würde sich sowieso mehr Sorgen um das Mädchen machen, aber dieser kleine Laden war ihr Zuhause und um nichts in der Welt würde sie es umtauschen. In ihren Sorgen versunken, verdrängte sie alles andere.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Sa 11 Apr 2015 - 23:08

Meya
 
Geschockt guckte Meya auf den Flecken Erde, der sich schnell rot färbte, an dem Whisper gerade auftauchte. Obwohl sie sein Verhalten am Anfang etwas unhöflich fand, sorgte sie sich ein wenig, denn er sah nicht gut aus. Sie hatte ihn nicht vergessen, sie hatte nur gedacht, er wäre abgehauen, oder wenigstens in Sicherheit. Meya hasste es, wenn sie falsch lag. Sie beugte sich über ihn und inspizierte die Schulter. Das wollte sie zumindest, doch vor lauter Blut war nichts zu sehen. „Er muss ins Krankenhaus. Sofort.“, sagte sie. Sie war sich relativ sicher, dass Nimas kleiner Verbandskasten nicht viel helfen würde, obwohl sie eigentlich keine Ahnung von Medizin hatte.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   Sa 11 Apr 2015 - 23:44

Noah

Noahs Blick zuckte kurz zu dem Unsichtbaren, der sich erst jetzt zu erkennen gab. Es befanden sich bereits ungewöhnlich viele Leute mit einem Segen um ihn herum, da erschien jede neue Enthüllung die nun folgte ein Stück mehr absurd und unglaublich. Der einzige Grund, warum Noah nicht schockiert zusammen zuckte war, dass er, als er zu Beginn des Überfalls die Umgebung erkundet hatte, unbewusst Whispers Anwesenheit registriert hatte, ohne ihn jedoch einem bestimmten Gesicht zuzuordnen. Trotzdem war es eine seltsame Überraschung, plötzlich einen jungen rothaarigen Mann vor sich liegen zu haben, den es von allen scheinbar am schlimmsten getroffen hatte.
Als Nima ihm das Verbandszeug zuwarf, fing Noah dieses lässig mit der unverletzten Hand auf schaute mit zusammengezogenen Augenbrauen zu Whisper herab. Sein Blick zuckte immer wieder zur Seite, da er noch immer nicht vollkommen von den Absichten ihrer Retter überzeugt war. Lautlos hockte sich der Weißhaarige neben den am Boden liegenden, versucht, nicht in die kleine Blutlache zu treten, die sich schnell unter dem Körper gebildet hatte. Ratlos fuhr er sich durch die weißen Haare.
"Tut mir leid Kumpel, ich hab zwar schon die eine oder andere Wunde behandelt, aber du brauchst dringend professionelle Hilfe.", der Situation völlig unangemessen lachte der junge Mann aufmunternd und hob den Oberkörper des Rothaarigen vorsichtig an. Ein paar Handgriffe später hatte er provisorisch den weißen Soff um die Stelle gebunden, an der er die Einschusswunde vermutete. Sie war nicht leicht zu finden gewesen zwischen dem Blut. Vorsichtig legte Noah den Körper wieder ab und wischte sich die Hand an seinem nun ebenfalls beflecktem Oberteil ab.
Unvermittelt wandte er sich an die Piraten. "Was ist draußen eigentlich passiert?" Die Explosion hatten alle bemerkt, aber die Ursache dafür war der bunt zusammen gewürfelten Truppe noch unbekannt.


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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   So 12 Apr 2015 - 15:25

Doc McCraycray

Das Gefährliche an sehr sorgfältigen und bis aufs Detail durchgesprochenen Plänen, war die ungeschriebene Tatsache, dass es am Ende nie so kam, wie der Plan es ursprünglich verlangt hätte. Selbst das Auslegen von Plan B bis Z waren keine Garantie auf dessen Erfolg und auch mit anderen diversen flexiblen Ausweichmöglichkeiten, wäre der Doc nicht auf die steile Entwicklung der nur wenigsten nächsten Sekunden gewesen.
Der Weißhaarige hatte ihn fest in seinem Griff gehalten, das Kommando zum Exekutieren hing längst unbeantwortet in der Luft, weil man es nicht wagte, versehentlich den Verbündeten zu treffen. Dann war ein Fremder aufgetaucht. Unsichtbarkeit. Dem Doc war wieder zum Lachen zu mute. Wie schade, dass keine Zeit mehr blieb. Weder für ihn, noch für den Unsichtbaren.
Eine Explosion. Die Schüsse. Plötzlich war der eigentliche Plan wieder in vollem Gange. In abgeänderter Form. Seine Männer um ihn herum fielen. Dabei hätte es keine Toten geben sollen. Keine Toten auf seiner Seite.
Im rechten Moment hatte er sich auf den Boden geworfen, war den Schüssen entkommen. Er war nicht mehr das größte Übel. Die Aufmerksamkeit galt nicht mehr ihm. Er konnte verschwinden. Lautlos und spurlos. Nur die Proben, die müsste er hierlassen. Junge Menschen waren umsonst gestorben, aber er blieb am Leben. Er kroch über Blutlaken und regungslose Körper. Staub verfing sich in seinen Haaren wie Schneeflocken. Vielleicht konnte er auch so entkommen. Ohne den Einsatz seines Segens.
Das dachte er sich so lange, bis zwei weitere Männer in das Café stürmten, sicher stellten, dass wirklich Niemand seiner Männer diesen Tag überlebten. Nur noch verschwommen zwischen Staub und verwischtem Blut registrierte seine Brille den größeren der Beiden Männer.
Endlich. Nach Jemandem wie ihm hatte er jahrelang gesucht. Nach Jemandem wie ihm suchten sie alle. Sein Lachen war glucksend, verwandelte sich schnell in ein keuchendes Husten bevor er urplötzlich verschwand, scheinbar spurlos.
Nicht ganz. Das leise Surren war unter all dem Lärm nicht vernehmbar. Das Insekt nur mehr ein Teil der Staubflocken, die ziellos durch den Raum schwebten. Aus dem Doc war eine Mücke geworden, die sich Seelenruhig auf den Weg machte, sich im Nacken des größeren Piraten niederließ und sich eine kleine Portion Blut abzapfte. Flink hatte sich die Mücke wieder in die Luft erhoben und verließ das Café, in schwankenden, wirren Mustern fliegend.
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BeitragThema: Re: Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)   So 12 Apr 2015 - 16:05

Whisper
 

Irgendwie schien die Welt um ihn herum immer wieder zu verschwimmen und dann wieder aufzuklaren, ebenso wie er manchmal die anderen nur dumpf hörte. Kleine Anzeichen dafür das es ihm eigentlich recht schlecht ging. „Sicher doch…“ murmelte er nur auf Meyas Aussage hin, schien nicht viel davon zu halten irgendeine öffentliche Einrichtung aufzusuchen… allerdings schien er seine Situation selbst auch am wenigsten einschätzen zu können. Als der andere weißhaarige – oder doch sein Retter? Er konnte das gerade nicht so recht unterscheiden – ihn hochhob und verband stöhnte er leise, weil jede Bewegung weh zu tun schien, wehrte sich allerdings nicht dagegen. Irgendwo brauchte Whisper die provisorische Behandlung ja. „Flickt mich einfach zusammen und sagt meiner Schwester ich komm spät zum Essen…“ sprach der Rotschopf weiter, ohne jemanden direkt anzusprechen. Er wollte nicht die Aufmerksamkeit auf sich ziehen oder im Mittelpunkt stehen, dass hasste er eigentlich, Whisper mühte sich einfach nur ab bei Bewusstsein zu bleiben und reden war da die beste Methode.Der leicht amüsierte, erzwungene Tonfall in seiner Stimme sollte nur helfen die anderen nicht zu beunruhigen – auch wenn er sie noch nicht lange kannte, zählte er sie doch zu seinen Freunden. Bei seinem Lebensstil musste man entweder schnell Freunde finden oder alleine bleiben und er war lieber in Gesellschaft. „Sagt bescheid wenn ich wieder verschwinde“ Das war jetzt schon leiser, allerdings schon eher wichtig. Unsichtbar könnte ihm niemand helfen. Die Mühe irgendwen zu fokussieren machte der Junge sich nicht, erstens Mal war es ihm schon unangenehm genug als einziger am Boden zu liegen, außerdem verblendete sich seine Sicht zunehmend ins Schwarze wenn er versuchte jemanden klar zu sehen.
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Café "zum Psychodoc" (Fiddler, Whisper, Nima, Meya, Noah, Shiró, Bronze, Narian)
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